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USA: Nordkoreanische Programmierer wegen Cyberangriffen angeklagt

Die Vereinigten Staaten haben drei nordkoreanische Programmierer für massive Cyberangriffe verantwortlich gemacht, bei denen mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar von Banken und Unternehmen erbeutet und das Hollywood-Filmstudio Sony Pictures gehackt worden sein soll.
USA: Nordkoreanische Programmierer wegen Cyberangriffen angeklagtQuelle: www.globallookpress.com © Michael Weber/ imagebroker/ Gloobal Look Press

Wie das US-Justizministerium mitteilte, sollen drei nordkoreanische Hacker für eine Reihe krimineller Aktivitäten und hochkarätiger Cyberangriffe verantwortlich sein, einschließlich eines Vergeltungsangriffs auf Sony Pictures Entertainment im November 2014 für die Produktion von "The Interview", die die Ermordung des nordkoreanischen Staatschefs dargestellt hat.

In der Anklageschrift wird behauptet, dass Jon Chang Hyok (31), Kim Il (27) und Park Jin Hyok (36) Geld gestohlen haben, während sie für Nordkoreas militärische Geheimdienste arbeiteten. Gegen Park wurde zuvor Anklage erhoben, die 2018 entsiegelt wurde.


Außerdem wird ihnen vorgeworfen, an der Erstellung der zerstörerischen Ransomware WannaCry 2.0 beteiligt gewesen zu sein, die im Mai 2017 den britischen National Health Service besonders hart traf. Die Anklageschrift macht die Hacker auch dafür verantwortlich, Banken in Süd- und Südostasien, Mexiko und Afrika gehackt zu haben, indem sie in die Netzwerke der Finanzinstitutionen eingedrungen sind und das SWIFT-Protokoll missbraucht haben. Von März 2018 bis September 2020 sollen sie Malware eingesetzt haben, die auf Kryptowährungsanwendungen abzielten.

Beamte fügten hinzu, dass ein kanadisch-amerikanischer Staatsbürger sich schuldig bekannt habe, einen Teil des Geldes der mutmaßlichen Hacker gewaschen zu haben. Die Anklageschrift wurde am 8. Dezember 2020 unter Verschluss eingereicht und am Mittwoch in einem Bundesgericht in Los Angeles entsiegelt.

Obwohl die drei mutmaßlichen Hacker für die nordkoreanische Regierung arbeiteten, sollen sie zeitweise in verschiedenen anderen Ländern stationiert gewesen sein, darunter China und Russland.

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(reuters/rt de)