International

Chinesische Medien: Brauchen "gesunde, stabile" chinesisch-amerikanische Beziehungen

Erst vor wenigen Tagen hatte der neue US-Präsident Biden in einer Brandrede verkündet, er werde die Vorherrschaft der USA gegenüber der angeblichen Bedrohung aus China verteidigen. Trotz dieser rhetorischen Spitze spricht sich Peking weiter für Kooperation aus.
Chinesische Medien: Brauchen "gesunde, stabile" chinesisch-amerikanische BeziehungenQuelle: www.globallookpress.com © Sascha Steinach, www.imago-images.de

Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur hat einen Kommentar zu den chinesisch-amerikanischen Beziehungen veröffentlicht, der sich für verbesserte Beziehungen zwischen den zwei Großmächten ausspricht. Solche namentlich nicht gekennzeichneten Kommentare von führenden chinesischen Medien gelten als repräsentativ für die offizielle Linie der chinesischen Regierung.

Mehr zum Thema - US-Admiral warnt vor realer Möglichkeit eines Atomkriegs mit Russland und China

Im Kommentar wird darauf verwiesen, dass der chinesische Spitzendiplomat Yang Jiechi am Samstag in einem Telefongespräch mit dem US-Außenminister Antony Blinken erklärt hatte, China verfolge gegenüber den Vereinigten Staaten eine beständige Politik. Jiechi hatte die USA dazu aufgerufen, mit China zusammenzuarbeiten, um Konflikte zu vermeiden sowie gegenseitigen Respekt und eine Win-win-Kooperation zu erzielen.

Positiv wird auf die geheime China-Reise Henry Kissingers im Jahr 1971 verwiesen, die dazu beigetragen habe, das eiskalte Klima zwischen beiden Staaten aufzutauen. Seitdem hätten sich die Beziehungen zwischen China und den USA insgesamt beständig entwickelt und seien zu einer der wichtigsten Beziehungen in der Welt geworden.

"Doch in den letzten Jahren haben sich einige US-Politiker in das Denken des Kalten Krieges zurückgezogen und eine völlig falsche Politik gegenüber China betrieben. Sie haben die bilateralen Beziehungen auf ihren Tiefpunkt heruntergezogen, indem sie Chinas Anti-Epidemie-Bemühungen verleumdeten, sich in Chinas innere Angelegenheiten einmischten und chinesische Hi-Tech-Unternehmen sanktionierten. Diese Aktionen haben nicht nur den Interessen der beiden Völker ernsthaft geschadet, sondern auch der Welt schwere Störungen verursacht."

Die Geschichte habe bewiesen, dass die gemeinsamen Interessen beider Seiten bei weitem schwerer wiegen würden als deren Unterschiede. 

"Im Geiste der Suche nach Gemeinsamkeiten bei gleichzeitigem Vorbehalt von Unterschieden ist zu hoffen, dass China und die USA die Gesellschaftssysteme und Entwicklungswege des jeweils anderen respektieren, sich um die Kerninteressen und Hauptanliegen des jeweils anderen kümmern und sich an die internationalen Normen der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten halten können."

China hoffe auf eine praktische Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten. Zugleich warnte der Kommentar:

"Es wird niemals Zugeständnisse in Fragen zu seiner Souveränität, Sicherheit und Entwicklungsinteressen machen."

Es benötige einen offenen und konstruktiven Dialog zwischen China und den USA, damit beide Seiten die strategischen Absichten des Gegenübers verstehen und das strategische Vertrauen wiederaufbauen können.

"Anstatt China als Bedrohung zu betrachten, sollte die US-Seite die Entwicklung Chinas mit einer positiven und konstruktiven Haltung betrachten und sich der Tatsache bewusst sein, dass China am Weg der friedlichen Entwicklung festhält und hofft, eine gemeinsame Entwicklung mit allen Ländern der Welt zu erreichen, einschließlich der Vereinigten Staaten."

Die USA müssten ihre ideologischen Vorurteile sowie Nullsummenspielmentalität ablegen und eine rationelle Politik gegenüber China einschlagen.

Erst am Donnerstag hatte US-Präsident Joe Biden in seiner ersten großen außenpolitischen Rede einen Konfrontationskurs gegenüber Russland und China angekündigt, denen er vorwarf, Einflusssphären aufbauen und die Führungsrolle der USA umwerfen zu wollen. Zugleich hatte er erklärt, er sei bereit, mit beiden Staaten zusammenzuarbeiten in Bereichen, in denen es im Interesse der USA liegt.

Mehr zum Thema - "America is back": Joe Biden verkündet Konfrontationskurs gegenüber Russland und China

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team