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Moskau warnt: Westen wird hohen Preis für Sanktionen während der Corona-Epidemie zahlen

In westlichen Hauptstädten hat eine radikale antirussische und antichinessische Rhetorik trotz der Corona-Notlage weiterhin Hochkonjunktur. Russland warnt eindringlich vor den Folgen dieser undiplomatischen und unproduktiven Haltung.
Moskau warnt: Westen wird hohen Preis für Sanktionen während der Corona-Epidemie zahlen© MFA Russia/via Globallookpress.com

Politiker in den westlichen Staaten müssten eine Bestandsaufnahme des Preises machen, den ihre Volkswirtschaften für antirussische Sanktionen während der durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Krise zahlen werden. Das hat der stellvertretende russische Außenminister Sergei Rjabkow in einer Online-Vorlesung für Studenten des Moskauer Staatlichen Instituts für Internationale Beziehungen erklärt.

Wir erkennen die US-Sanktionen nicht an, und wir beachten sie weitgehend nicht. Sie sind für die Volkswirtschaften der Vereinigten Staaten und der Länder der Europäischen Union, die unter dem Druck Washingtons Restriktionen verhängt haben, nicht weniger schädlich als für uns", sagte Ryabkow.

Westliche Politiker sollten darüber nachdenken, ob es sich lohnt, die Geschäftslage in ihren Ländern zu verschlechtern und die Arbeitsplätze der Menschen inmitten der Wirtschaftskrise Arbeitsplätze zu vernichten, was offensichtlich unvermeidlich wäre, sagte der hochrangige russische Diplomat.

Obwohl sich die USA im Epizentrum der Pandemie befinden, so Rjabkow, konzentrieren sich einige Politiker dort noch immer auf eine antirussische Politik.

Selbst unter solchen Bedingungen denken sie darüber nach, wie sie Russland beschuldigen und neue Sanktionen gegen uns erfinden können, anstatt ihren eigenen Bürgern zu helfen. Dies spiegelt das Denken des Kalten Krieges wider und ist sicherlich das Ergebnis des gegenwärtigen innenpolitischen Kampfes und Wahlkampfes.

Rjabkow sagte, dass die russisch-amerikanischen Beziehungen zur Geisel der innenpolitischen Rivalität in den Vereinigten Staaten geworden sind. Das sei ein bekanntes Phänomen. Er erwarte angesichts der Präsidentschaftswahl in den USA Anfang November weitere antirussische Rhetorik.

Der russische Diplomat erklärte ferner, dass, selbst wenn die Coronavirus-Pandemie abebbt, die Beziehungen zwischen den USA und China weiter angespannt bleiben werden, glaubt Sergei Raybkov.

Wie wir sehen, haben die Vereinigten Staaten den Druck auf China nachdrücklich verstärkt. Es gibt kein einziges Thema von hoher oder höchster Priorität auf der internationalen Agenda, das nicht ... durch den politischen oder psychologischen Druck unserer US-Kollegen auf China ergänzt wird.

Rjabkow warnte, dass mögliche Ambitionen, die durch die Pandemie erzeugte Notlage dazu zu nutzen, um die Positionen Russlands und Chinas auf der internationalen Bühne zu untergraben, vergeblich seien.