Deutschland

Wo kann ein Russlanddeutscher noch einkaufen?

Viele Einzelhandelsketten haben in den letzten Tagen russische Delikatessen und andere Waren russischer Produktion aus dem Sortiment genommen. Die Leipziger Volkszeitung ist am Beispiel der sächsischen Großstadt der Frage nachgegangen, welche Kette wie agiert.
Wo kann ein Russlanddeutscher noch einkaufen?Quelle: Gettyimages.ru © Sean Gallup / Staff

Die Leipziger Volkszeitung berichtet am Sonnabend, dass auch der Netto Marken-Discount angekündigt hat, in Russland keine Ware mehr zu bestellen. Dies hat die Zeitung zum Anlass genommen, bei den in Leipzig ansässigen Supermärkten nachzufragen, wer zurzeit russische Waren boykottiert. 

Dabei stellte sich heraus, dass neben Netto auch die Ketten Aldi, Penny und Rewe russische Lebensmittel boykottieren. 

Hingegen will die Kette Globus russische Waren und Lebensmittel weiterhin im Sortiment führen und die Entscheidung ihren Kunden überlassen. Globus ist an mindestens drei Standorten im Raum Leipzig präsent. Der Sprecher der Globus Holding, Matthias Bruch, sagte gegenüber der LVZ

"Wir führen in unseren Märkten einerseits nur wenige, insbesondere auch lokal nachgefragte Produkte russischen Ursprungs. Andererseits träfen wir mit einer aktuellen Auslistung insbesondere unsere Kundinnen und Kunden mit osteuropäischen Wurzeln, die die Produkte fernab ihrer Heimat sehr schätzen und die wir zu weiteren Leidtragenden machen würden. Wir möchten unseren Kunden die Freiheit lassen, sich selbst für oder gegen den Kauf eines bestimmten Produktes zu entscheiden."

Zwei weitere in Leipzig vertretene Einzelhandelsketten, Edeka und die Konsum Genossenschaft, prüfen noch, ob sie russische Waren aus dem Sortiment nehmen, und haben dazu nach LVZ-Informationen noch keine Entscheidung getroffen. 

Zu den Filialen der Kaufland-Kette äußerte sich die LVZ nicht. Jedoch berichtet die Zeitung Der Westen aus Nordrhein-Westfalen, Kaufland habe auf Anfragen einiger Kunden, die sich einen Boykott wünschen würden, erklärt: 

"Viele Artikel, wie beispielsweise verschiedene Wodka-Sorten, werden oftmals nicht in Russland oder von russischen Unternehmen produziert."

Kaufland will sein Sortiment dahingehend weiter prüfen, sagte zur aktuellen Lage jedoch nichts. Wieder andere Kunden finden einen Boykott nicht richtig, berichtet Der Westen

Als gute Alternative zu den großen Ketten bleiben in jedem Fall die russischen Einzelhändler, die es in jeder deutschen Großstadt in ausreichender Zahl gibt. 

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