Deutschland

Wer sich getroffen fühlt ... – Kanal von Satiriker Uwe Steimle auf YouTube gesperrt

Am Mittwoch teilte der Kabarettist Uwe Steimle via Twitter mit, dass sein YouTube-Kanal "Steimles Welt" aktuell gesperrt ist. Er sei "zuletzt immer häufige Opfer von Leuten geworden, die mich vorsätzlich falsch gemeldet haben". Am Donnerstag war der Kanal dann wieder da.
Wer sich getroffen fühlt ... – Kanal von Satiriker Uwe Steimle auf YouTube gesperrtQuelle: www.globallookpress.com © KH via www.imago-images.de

Die Verwunderung war groß: Am Mittwoch war der YouTube-Kanal "Steimles Welt" des sächsischen Entertainers Uwe Steimle plötzlich verschwunden. Auf Twitter schrieb der 58-Jährige (Zitate jeweils wie im Original):

"Liebe Fans meines @YouTube Satire-Kanals 'Steimles Welt'. Ich bin zuletzt immer häufige Opfer von Leuten geworden, die mich vorsätzlich falsch gemeldet haben. Das hat leider eine neue Qualität erreicht. Der Kanal ist aktuell gesperrt. Ich lasse Euch wissen wie es weitergeht."

Eine Vorwarnung der US-amerikanischen Plattform habe es nicht gegeben, wie Steimle der Jungen Freiheit verriet. Fast 74.000 Abonnenten konnte Steimle für seine wöchentliche Satire-Sendung – angelehnt an die Aktuelle Kamera aus DDR-Zeiten – begeistern. Der Ur-Dresdner sagte weiter:

"Ich hatte bislang drei Mal eine Verwarnung erhalten. Immer ging es um Folgen meiner 'aktuellen Kamera'. Gleich bei der ersten im Oktober 2020, dann bei Folge 49 und bei Folge 51. [...] Die haben mir vorgeworfen, gegen irgendwelche Community-Regeln verstoßen zu haben, ohne zu sagen, worum es überhaupt geht."

Steimle habe sich aber stets gegen die Sperrung der Videos zur Wehr gesetzt, Beschwerde eingelegt und mitgeteilt, dass es sich bei der Aktuellen Kamera um ein Satire-Format handele. In der Folge wurden die Videos innerhalb von 48 Stunden wieder freigegeben. Am Dienstag war jedoch plötzlich der ganze Kanal weg – ein Schock für den Kabarettisten, der bereits 2019 aus fadenscheinigen Gründen beim MDR entlassen worden war. Über 50.000 Fans hatten sich in einer Petition für Steimles Verbleib beim MDR eingesetzt – ohne Erfolg. 

Für Steimle war am Dienstag der Grund der Löschung seines noch recht jungen Kanals schnell gefunden:

"Bei Satire gilt: Wer sich getroffen fühlt, ist gemeint. Das stammt von Werner Fink, der wußte, wovon er sprach."

Doch Aufgeben ist Steimles Sache nicht.

Er kündigte an, den bekannten Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel zurate zu ziehen – der hatte in ähnlichen Angelegenheiten bereits die Kanäle so unterschiedlicher YouTuber wie den des Dresdner Spaßmachers Adlersson oder des Philosophen und Corona-Maßnahmenkritikers Gunnar Kaiser wiederherstellen lassen. 

Das zeigte offenbar rasch Wirkung. Bereits am Mittwochmittag war der Kanal des bissigen Sachsen wieder bei YouTube zu finden. Ein Nutzer kommentierte das nun auch wieder freigegebene Video "Sonderangebot* / Steimles Aktuelle Kamera / Ausgabe 52" – den Stein des Anstoßes – mit den Worten:

"Da ist der Uwe wieder Schön, dass Du wieder online sein darfst, und die YouTube Stasi wieder die Freigabe erteilt hat. Grüße aus dem 'Goldenen Westen'"

Auf Twitter hatte ein Fan zuvor zur Löschung geschrieben:

"Das ist unfassbar. Wenn Satire-Kanäle gesperrt werden, sollten bei allen, denen Demokratie und offene Gesellschaft wichtig sind, alle Alarmglocken schrillen..."

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