Deutschland

Impfpflicht: Gesamtmetall-Präsident warnt vor Zusammenbruch der Industrie

Deutschland steht womöglich kurz vor Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. Für den Gesamtmetall-Präsidenten Dr. Stefan Wolf könnte eine strenge Regelung mit Betriebsbetretungsverboten für Ungeimpfte zu einem "Kollaps" der deutschen Industrie führen.
Impfpflicht: Gesamtmetall-Präsident warnt vor Zusammenbruch der IndustrieQuelle: www.globallookpress.com © Felix Schlikis/www.imago-images.de

Der Deutsche Bundestag debattiert am Mittwoch über die Einführung der stark umstrittenen allgemeinen Impfpflicht. Die Folgen einer solchen wären für die betroffenen Wirtschafts- und Industriezweige enorm. Ähnliche Beispiele im Ausland haben gezeigt, dass ungeimpfte Beschäftigte eher die Kündigung des eigenen Arbeitsplatzes, als die forcierte Pflicht-Impfung in Kauf nehmen.

Auf ungeimpfte Fachkräfte in der Metall- und zugehörigen Zulieferindustrie eingehend, warnte Gesamtmetall-Chef Dr. Stefan Wolf in einem emotionalen Interview mit BILD Live vor dem kompletten Zusammenbruch dieser durch die angestrebte Impfpflicht. Wolfs Aussagen zufolge gibt es etwa 700.000 ungeimpfte Beschäftigte in der Industrie. Ein Betretungsverbot für Ungeimpfte würde diesen vielen Beschäftigten von heute auf morgen die Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit versagen – für Wolf wäre das ein herber Schlag für die Metallindustrie:

"Wenn die Impfpflicht kommt und sie nicht weiterarbeiten können, droht uns der totale Kollaps."

Von ungefähr kommt diese Prognose nicht. Ein sich aktuell gegenseitig in noch härteren Corona-Maßnahmen-Forderungen übertrumpfender Bundestag birgt die Gefahr einer drastischen Umsetzung der Impfpflicht. Viele Industriebereiche wären plötzlich nicht mehr in der Lage, ihre Produktion fortzusetzen, was fatale Auswirkungen auf die Just-in-time-Produktion der Autoindustrie hätte.

"Die Automobilindustrie ist sehr arbeitsteilig. Viele Zulieferer gehören dazu. Das käme alles zum Erliegen."

Sowohl die bereits durch die Chip-Krise gebeutelte Elektroindustrie als auch der Maschinenbau kämen durch Einführung einer knallharten Impfpflicht laut Wolf vermutlich komplett zum Erliegen.

"Man muss klar sagen, es liegen hier viel Wohlstand und Arbeitsplätze in Deutschland. Die wird es am drastischsten treffen."

Weiter sagte er:

"Wenn jetzt durch einen Impfzwang noch zusätzliche Unterbrechungen kämen, würde Deutschland kein einziges Auto mehr produzieren."

Weiter verweist Wolf auf den prognostizierten wirtschaftlichen Aufschwung im kommenden Jahr. Diesen sieht er nicht. Vielmehr werde die Industrie aufgrund des Ausstiegs Deutschlands aus der Atom- und Kohleenergie und der damit einhergehenden Steigerung der Energiekosten für den Bezug von Atomstrom aus anderen EU-Staaten eher einen weiteren gefährlichen Dämpfer erleiden.

Gegen eine allgemeine Impfpflicht spricht sich Wolf dennoch nicht aus. Er fordert stattdessen, den psychologischen Druck auf ungeimpfte Menschen zu erhöhen, damit sie sich gegen COVID-19 impfen lassen. Er sei nur dagegen, die Mitarbeiter sofort aus den Betrieben auszuschließen. Die Firmen versuchten schon, die Mitarbeiter zum Impfen zu bewegen:

"Jeder Betrieb bekniet die Menschen, die noch nicht geimpft sind. Wir appellieren weiter an alle."

Mehr zum Thema -  Medizinerverein von Sucharit Bhakdi macht Kritik an Pandemiedarstellung in Medien öffentlich

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team