Deutschland

YouTube lädt gelöschtes Video von #allesaufdentisch wieder hoch

Nachdem das Kölner Landgericht am Montag entschieden hatte, dass die Löschung von mehreren Videos der den Coronamaßnahmen gegenüber kritischen Künstlerinitiative #allesaufdentisch rechtswidrig war, hat YouTube nun einen der Beiträge wieder hochgeladen. Man habe festgestellt, dass das Video doch nicht gegen die Richtlinien verstößt.
YouTube lädt gelöschtes Video von #allesaufdentisch wieder hochQuelle: www.globallookpress.com © Christian Charisius/dpa

Die Videoplattform YouTube hat ein gelöschtes Video der coronamaßnahmenkritischen Künstlerinitiative #allesaufdentisch inzwischen wieder hochgeladen. Ein Sprecher von YouTube sagte am Dienstag gegenüber der dpa:

"Mehrere Videos, hochgeladen auf dem Kanal 'allesaufdentisch', wurden als Verstoß gegen unsere Richtlinien erkannt. Nach einer weiteren Überprüfung haben wir festgestellt, dass eines der Videos nicht gegen unsere Richtlinien verstößt. Dieses Video wurde wieder eingestellt."

Am Montag hatte das Kölner Landgericht eine Eilentscheidung zu zwei der gelöschten Videos erlassen: YouTube hatte die beiden Videos demnach zu Unrecht gelöscht. Auf Antrag der Initiatoren erließ das Gericht zwei einstweilige Verfügungen gegen die zu Google gehörige Plattform. Mittlerweile hat YouTube zumindest eins der gelöschten Videos wieder hochgeladen. Nach Angaben des Konzerns hatte YouTube drei Videos der Kampagne gelöscht.

YouTube habe den Kanalbetreibern nicht konkret genug mitgeteilt, welche Ausschnitte des Videos ihrer Meinung nach gegen welche Vorschriften der Richtlinien verstoßen, erklärte eine Gerichtssprecherin am Montag. Der Beschluss sei erst dann wirksam, wenn er YouTube zugestellt werde, der Digitalkonzern könne dann Widerspruch einlegen. Dann würde die Zivilkammer des Landesgerichts über die Angelegenheit verhandeln. Bisher hatte sich YouTube auf Anfrage noch nicht zu den juristischen Angelegenheiten geäußert. In der Videoreihe der Initiative diskutieren Künstler mit Experten über die Coronakrise und die Coronapolitik der Regierung. Bei den Experten handelt es sich nach Angaben der Initiatoren um Personen, die in den bisherigen Coronadebatten zu kurz gekommen sind.

(rt/dpa)

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