Deutschland

Ostbeauftragter Wanderwitz sieht "klaren Zusammenhang" zwischen AfD und niedriger Impfquote

In Ostdeutschland sind bisher weniger Menschen gegen COVID-19 geimpft als im Bundesdurchschnitt. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, sieht darin einen "klaren Zusammenhang" zu den Wahlerfolgen der AfD in den neuen Bundesländern.
Ostbeauftragter Wanderwitz sieht "klaren Zusammenhang" zwischen AfD und niedriger ImpfquoteQuelle: www.globallookpress.com © Robert Michael/ZB

In Ostdeutschland sind bisher weniger Menschen gegen COVID-19 geimpft als im Bundesdurchschnitt: Die Quote der Erst- und Zweitimpfungen liegt in den fünf ostdeutschen Bundesländern unter dem Bundesdurchschnitt von 62,7 bzw. 55,6 Prozent. Bei den Corona-Impfungen bilden Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt vor Bayern nach Angaben des Robert Koch-Instituts das Schlusslicht, Mecklenburg-Vorpommern rangiert im Mittelfeld.

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), der sich nach eigenen Angaben nicht als Ostdeutscher sieht, gab gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe bekannt, dass er hier einen Zusammenhang zwischen der geringen Impfbereitschaft und den AfD-Wahlerfolgen im Osten sehe:

"Es gibt zwischen der Zustimmung für die AfD und Impfablehnung einen klaren Zusammenhang."

Des Weiteren ist Wanderwitz der Meinung, dass auch die AfD für die geringere Impfbereitschaft im Osten verantwortlich sei:

"Sämtliche AfD-Funktionäre leugnen Corona und raten vom Impfen ab. Das bedeutet in Folge, dass sich der durchschnittliche AfD-Wähler nicht impfen lässt."

Da es im Osten einen deutlich höheren Anteil an AfD-Wählern gebe, sei klar, dass es dadurch zu einer geringeren Impfbereitschaft kommt. Dieser Zusammenhang "lasse sich nicht wegdiskutieren". Die allermeisten AfD-Funktionäre gingen aggressiv gegen das Impfen sowie sämtliche Corona-Maßnahmen vor, "ähnlich wie der frühere US-Präsident Donald Trump", so Wanderwitz. In Folge bedeute dies, dass sich der durchschnittliche AfD-Wähler nicht impfen lasse. 

Gegenüber der Welt verwies Wanderwitz auch auf Umfragen, laut denen 70 bis 80 Prozent der AfD-Wähler die Corona-Maßnahmen ablehnen. Es sei belegt, dass sich in Umfragen mehr AfD-Wähler gegen Corona-Impfungen aussprechen, als dies Wähler anderer Parteien tun. Wanderwitz sieht darin eine "evidente Korrelation", räumte jedoch ein, dass es dazu keine wissenschaftlichen Studien gebe. Daher wolle er seine Äußerungen als "politische" Wertung verstanden wissen.

Wanderwitz geht weiterhin davon aus, dass es aufgrund der Delta-Variante in Ostdeutschland im Herbst eine neue Welle geben werde, die das Gesundheitssystem an seine Grenzen bringt:

"Wenn sich zeigt, dass auch Jüngere schwer erkranken und es für Ungeimpfte in Richtung eines Teillockdowns geht, kann ich mir vorstellen, dass es sich viele doch noch überlegen und sich gegen COVID-19 impfen lassen", sagte Wanderwitz.

Derzeit seien AfD-Wähler jedoch nicht für Argumente erreichbar, so der Ostbeauftragte. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass Wanderwitz fragwürdige Aussagen über die politische Gesinnung in Ostdeutschland trifft: Im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erklärte er, dass ein Teil der Wähler in Ostdeutschland "diktatursozialisiert" und deshalb "unwiderruflich für die Demokratie verloren" sei. Daher halte der Ostbeauftragte einen Großteil der AfD-Wähler für "nicht rückholbar" für die Demokratie. Für diese Äußerungen erntete Wanderwitz deutliche Kritik, zumal sich nach der Wahl zeigte, dass die AfD in der Gruppe der Unter-30-Jährigen, die die DDR nicht mehr erlebten, stärkste Kraft wurde.

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