Deutschland

Entertainer Alfred Biolek gestorben

Alfred Franz Maria Biolek war ein deutscher Talkmaster, Jurist, Kochbuchautor und Fernsehproduzent. Ende der 1970er-Jahre wurde er dem Publikum in beiden deutschen Staaten mit Shows wie "Bio’s Bahnhof", "Boulevard Bio" und "alfredissimo!" bekannt. Am Freitag ist er in Köln friedlich gestorben.
Entertainer Alfred Biolek gestorbenQuelle: www.globallookpress.com © Christoph Hardt via www.imago-images.de

Im Alter von 87 Jahren ist Alfred Biolek am Freitagmorgen in seiner Wohnung in Köln verstorben. Wie sein Adoptivsohn Scott Biolek-Ritchie mitteilte, sei er friedlich eingeschlafen. Der frühere Entertainer war seit längerem gesundheitlich angeschlagen.

Biolek wurde 1934 in Freistadt in der damaligen Tschechoslowakei geboren. Nach dem Krieg zog die Familie nach Waiblingen bei Stuttgart. Er hatte zunächst Jura studiert und fing 1963 in der Rechtsabteilung des ZDF an. Schon bald wechselte er in die Redaktion des Fernsehsenders. Die Welt bezeichnet ihn als eine der "letzten großen TV-Legenden".

Zusammen mit dem niederländischen Entertainer Rudi Carrell gestaltete Biolek beim Westdeutschen Rundfunk die Show "Am laufenden Band", die samstagsabends ausgestrahlt wurde. Sie ging als die erfolgreichste Sendung der 1970-er Jahre in die Annalen des deutschen Fernsehens ein. 

Im Jahr 1978 bekam er mit "Bio's Bahnhof" seine erste eigene Show. Von da an war er über 30 Jahre hinweg präsent. Berühmt wurde er vor allem für seine Koch-Shows, deren Wegbereiter er war. Biolek versammelte prominente Gäste an seinem Herd, plauderte, kochte und verkostete Wein. Im Jahr 2007 endete seine Ära mit der letzten Sendung von "alfredissimo!".

Alfred Biolek produzierte viele seiner Sendungen selbst und förderte neue und junge Talente. Der Entertainer brachte "Monthy Python" nach Deutschland und unterstütze z.B. die damals noch junge Anke Engelke.

1991 wurde Biolek von Rosa von Praunheim in der RTL-Sendung "Der heiße Stuhl" als homosexuell geoutet. Biolek war wütend über das Zwangsouting, verzieh von Praunheim aber später. 

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