Deutschland

Flutkatastrophe im Westen Deutschlands: Vorher-Nachher-Bilder

Die Flutkatastrophe im Westen Deutschlands nimmt immer größere Ausmaße an. Bis Freitagmittag wurden 103 Tote als Folge der Überschwemmungen gezählt. In Rheinland-Pfalz kamen nach offiziellen Angaben mindestens 60 Menschen ums Leben, in Nordrhein-Westfalen waren es 43.
Flutkatastrophe im Westen Deutschlands: Vorher-Nachher-BilderQuelle: www.globallookpress.com © Marius Becker/dpa

In beiden Bundesländern werden noch zahlreiche Menschen vermisst. Die Lage bleibt vielerorts angespannt. In Erftstadt-Blessem südwestlich von Köln führten Erdrutsche zu einer dramatischen Lage: Es bildeten sich riesige Erdlöcher, Häuser wurden unterspült und stürzten ein.

Das Verteidigungsministerium löste wegen der Notlage einen militärischen Katastrophenalarm aus. Damit könnten Entscheidungen von den Verantwortlichen an Ort und Stelle schneller getroffen werden, erläuterte ein Ministeriumssprecher. Es seien bereits mehr als 850 Soldaten im Einsatz.

In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben des Bundesamtes für Bevölkerung und Katastrophenschutz (BBK) in Bonn 23 Städte und Landkreise von Überschwemmungen betroffen.

In Rheinland-Pfalz ist der Kreis Ahrweiler Schwerpunkt der Katastrophe. Allein im Dorf Schuld an der Ahr mit 700 Einwohnern wurden mehrere Häuser von den Wassermassen mitgerissen, zahlreiche weitere Gebäude teils schwer beschädigt. 

Vorher-Nachher-Situation in Schuld: 

Wie viele Menschen insbesondere in der Region um Bad Neuenahr-Ahrweiler noch vermisst werden, konnten die Behörden nicht genau sagen. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz hatte am Donnerstagabend davon gesprochen, dass das Schicksal von 40 bis 60 Menschen weiterhin ungeklärt sei. Der Kreis Ahrweiler hatte sogar von 1.300 noch vermissten Menschen im Kreisgebiet gesprochen. Eine Sprecherin erklärte das auch mit einem teilweise lahmgelegten Mobilfunknetz. Daher gebe es keinen Handy-Empfang und viele Menschen seien nicht erreichbar. 

Vorher-Nachher-Situation in Bad Neuenahr: 

Erhebliche Schäden gab es auch in weiteren Regionen der Eifel sowie im Landkreis Trier-Saarburg, wo das Dorf Kordel besonders schwer von der Flutkatastrophe gezeichnet ist. Dort sind am Freitagmittag erste Aufräumarbeiten angelaufen. Auch wenn die Pegel sinken: Die Lage sei nach wie vor kritisch, sagte der Sprecher der Kreisverwaltung am Freitag. Noch gebe es Bereiche in dem Ort mit 2.000 Einwohnern, die nicht erreichbar seien. Auch wegen Hangrutschgefahr sollten Menschen die Gemeinde meiden. 

Vorher-Nachher-Situation in Kordel:

Mehr zum Thema - Nach der schweren Hochwasserkatastrophe: 1.300 Vermisste im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler

(rt/dpa)

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