Deutschland

Sachsen-Anhalt: Fortsetzung der Kenia-Koalition laut Hochrechnung möglich

Die erste Hochrechnung von Infratest dimap bestätigt im Wesentlichen die Prognosen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Eine Fortsetzung der sogenannten Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen wäre somit möglich.
Sachsen-Anhalt: Fortsetzung der Kenia-Koalition laut Hochrechnung möglichQuelle: www.globallookpress.com © Klaus-Dietmar Gabbert/ZB

Laut der ersten Hochrechnung von Infratest dimap kommt die CDU auf 35,9 Prozent und kann damit einen Gewinn von 6,1 Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2016 verzeichnen.  

Die AfD bestätigt trotz leichter Verluste ihren zweiten Platz. Sie kommt auf 22,7 Prozent, was einem Minus von 1,6 Prozentpunkten entspricht.

Deutlichere Verluste muss Die Linke hinnehmen, die 5,4 Prozentpunkte verliert und nunmehr auf 10,9 Prozent kommt.

Die SPD kommt dagegen auf kein zweistelliges Ergebnis mehr. Sie erreicht nur noch 8,3 Prozent (minus 2,3 Prozentpunkte).

Die Grünen und die FDP liegen fast gleichauf. Die Liberalen kommen demnach auf 6,5 Prozent (plus 1,5 Prozent), die Grünen auf 6,4 Prozent (plus 1,3 Prozent).

Für die Sitzverteilung im Magdeburger Landtag bedeutet das, dass eine Fortsetzung der Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen zumindest rechnerisch möglich ist. Die CDU erhält laut der Hochrechnung 33 Sitze, gefolgt von der AfD mit 21 Sitzen. Die Linke erhält 10 Sitze, die SPD kommt auf 7 Mandate. Grüne und FDP erhalten jeweils 6 Sitze.

Bei insgesamt 83 Sitzen bedarf es zu einer Regierungsbildung mindestens 42 Sitze. Eine Kenia-Koalition käme mit 46 Sitzen auf die erforderliche Mehrheit.  

Auch eine sogenannte Jamaica-Koalition aus CDU, Grünen und FDP wäre möglich. Sie käme auf 45 Mandate. Denkbar wäre auch eine "Deutschland"-Koalition zwischen CDU, FDP und SPD. Eine solche Konstellation käme auf 46 Sitze.

CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff hat Koalitionen unter Beteiligung der AfD und Linken bereits im Wahlkampf ausgeschlossen.

Mehr zum Thema - Sachsen-Anhalt: Wahlbeteiligung bislang noch geringer als 2016