Deutschland

"Kommandeurinnen und Kommandeure der Hamas" – Tagesschau "vergendert" sich

Gibt es Kommandeurinnen der Hamas? Ein Genderfreund bei der Tagesschau schien davon auszugehen und baute den Begriff in einen Artikel ein. Später korrigierte sich das Portal. Und auch die Anmerkung, mit der diese Korrektur erklärt wurde, erfuhr noch einmal eine Änderung.
"Kommandeurinnen und Kommandeure der Hamas" – Tagesschau "vergendert" sich© via www.imago-images.de/www.imago-images.de

Die Tagesschau hat einen Artikel ihres Onlineportals über die militärische Eskalation in Nahost vom Donnerstag geändert. In der ersten Version des Artikels war, offenbar als Folge des Bemühens um politisch-korrekten Sprachgebrauch der Öffentlich-Rechtlichen, von weiblichen Kommandeuren der Hamas und des Islamischen Dschihad die Rede. Wörtlich hieß es in einem indirekten Zitat einer Verlautbarung der israelischen Streitkräfte:

Die Armee töte gezielt Kommandeurinnen und Kommandeure der Hamas und des Islamischen Dschihad.

Am Samstag wurde das Wort Kommandeurinnen aus dem Text entfernt. In der neuen Version des Textes heißt es nur noch:

Die Armee töte gezielt Kommandeure der Hamas und des "Islamischen Dschihad".

Unter dem Text wurde korrekt auf die Änderung hingewiesen. Dort hieß es zunächst:

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes war von Kommandeurinnen und Kommandeuren die Rede. Bei der Hamas gibt es jedoch keine Kommandeurinnen. Dies wurde redaktionell hineinredigiert. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Der Hinweis, dass die Kommandeurinnen offenbar durch einen übereifrigen Verfechters des Genderns in den Text "hineinredigiert" wurden, verschwand wenig später wieder aus der Anmerkung. In der aktuellen Version des Textes steht dort nur noch:

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes war von Kommandeurinnen und Kommandeuren die Rede. Diese Formulierung haben wir auf Hinweis des Korrespondenten geändert.

In den sozialen Netzwerken sorgte die Gender-Panne des Nachrichtenportals der ARD für erheblichen Spott. Der erste Hinweis auf die Fehlleistung auf Twitter kam offenbar von einem Sprecher des österreichischen Verteidigungsministeriums.

Andere Nutzer sparten nicht mit Spott. Einer schrieb:

Peinlicher kann sich die Genderei nicht mehr selbst demaskieren.

Ein weiterer meinte:

Gerade wir als Woke-konforme Enkel der Endlöser müssen aber schon mal fragen dürfen, wie hoch der Anteil an weiblichen Kommandeurinnen dort ist!

Ein anderer Kommentator spottete:

Wenn die Tagesschau nicht "Kommandeurinnen der Hamas" schreibt, werden junge Mädchen nie ermutigt, diese Karriere einzuschlagen. Traurig!

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