Deutschland

Bayerischer Söder-Kritiker exklusiv nach Verurteilung - "Es wird immer totalitärer"

Die Polizeikontrolle wegen der Corona-Ausgangssperre, in die er Anfang Januar 2021 geriet, war für ihn eine Farce. Ein Strafbefehl erging trotzdem. Nun musste sich Martin Gerloff vor Gericht verantworten und wurde verurteilt. Im Interview geht Gerloff auf die Hintergründe des Urteils ein, bezieht aber u. a. auch Stellung zur Video-Aktion #allesdichtmachen.

Anfang Januar geriet Martin Gerloff in der Nähe des bayerischen Ortes Beilngries in eine Polizeikontrolle. Das Vergehen: Er hatte gegen die damals in Bayern geltende Ausgangssperre ab 21 Uhr verstoßen. Der Hobby-YouTuber filmte den Vorgang und fand deutliche Worte. So sprach er von "Müllgesetzen" und bezeichnete den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder als "Penner".

Laut Gerloff hatten er und seine Ehepartnerin einen triftigen Grund, nach 21 Uhr im Auto unterwegs zu sein. Nennen wollte er den Beamten den Grund jedoch nicht. Das ins Netz gestellte Video des Vorfalls wurde mit bis dato 1,4 Millionen Klicks ein YouTube-Hit. Es folgte ein Strafbefehl.

Am vergangenen Donnerstag musste sich der selbstständige Energievermittler vor dem Amtsgericht Ingolstadt verantworten. Im ersten ausführlichen Interview mit RT DE-Redakteur Kani Tuyala schildert der 35-Jährige die Hintergründe, die nun zu seiner Verurteilung führten. Gerloff kündigt an:

"Dieses Urteil werden wir natürlich nicht akzeptieren."

Laut dem 35-Jährigen sei das Urteil "sehr dubios". Um die Ausgangssperre gutzuheißen, müsse man "schon grenzdebil sein", ist sich der YouTuber sicher.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs bezieht Gerloff als Hobby-Musiker auch Stellung zur Video-Aktion #allesdichtmachen. Was die Novelle des Infektionsschutzgesetzes anbelangt, sei mit dieser der Föderalismus in Deutschland "quasi abgeschafft" worden, so Gerloff.

"Was man eindeutig sagen kann, ist, dass es immer totalitärer wird."

Die Meinungsfreiheit betreffend, kann der YouTuber keine Zensur ausmachen, aber einen Boykott "der wissenschaftlichen Antithese" sieht er "ganz klar".

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