Deutschland

Niedersachsen will lockern: Ab 10. Mai sollen Einzelhandel, Gastronomie und Tourismusbetriebe öffnen

Nach rund sechs Monaten Stillstand sollen in Niedersachsen weite Teile des öffentlichen Lebens wieder hochgefahren werden. Bereits ab 10. Mai sollen – so zumindest der politische Plan – die ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen kommen. Entscheidend ist die Inzidenz.
Niedersachsen will lockern: Ab 10. Mai sollen Einzelhandel, Gastronomie und Tourismusbetriebe öffnenQuelle: www.globallookpress.com © Chris Emil Janssen via www.imago-images.de

Nach einem halben Jahr Lockdown soll es nun etwa für die Tourismusbetriebe und Einzelhandel Lockerungen geben. Auch die Bewirtung im Innen- und Außenbereich der Restaurants soll möglich werden und zudem touristische Übernachtungen nicht nur in Ferienwohnungen, Ferienhäusern oder Wohnwagen, sondern auch in Hotels wieder ermöglicht werden. Dies zumindest sieht ein Plan der rot-schwarzen Koalition, die in Niedersachsen regiert. 

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen sollen laut einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) bereits ab dem 10. Mai kommen – jedoch unter Voraussetzung, dass in dem jeweiligen Landkreis eine sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 verzeichnet ist. Anhand von Zahlen vom Freitag könnten die angepeilten Lockerungen in 30 von 45 Kreisen und Großstädten in Niedersachsen erfolgen, denn in denen lag die Inzidenz unter der genannten Grenze.

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sagte etwa der Nachrichtenagentur dpa

"Es sollte bei einem regionalen Inzidenzwert unter 100 also möglich sein, die Außengastronomie mit der kommenden Corona-Verordnung noch im Mai zu öffnen."

Denn die "Gefahr einer Corona-Infektion lauere vor allem drinnen" und nicht draußen, betonte der CDU-Politiker.

Informationen der HAZ zufolge soll etwa beim Einkaufen in allen Geschäften auf die vorherige Terminbuchung verzichtet werden. Regelungen zur Kontaktnachverfolgung, Pflicht zu Hygienekonzepten und zur strengen Zugangsbegrenzung – 20 Quadratmeter Verkaufsfläche pro Kunde – würden aber weiterhin gelten. Laut Bericht wird dann aber erwogen, auf den derzeit erforderlichen Test- oder Impfnachweis zu verzichten. Laut Bericht könnte auch die Innengastronomie öffnen, doch unter strengen Auflagen. So müssten etwa demnach die Kapazitäten begrenzt werden. Für den Besuch in einem Restaurant soll zudem ein negativer Corona-Test verpflichtend sein.

Doch um die Pläne auch realisieren zu können, will die Landesregierung die Corona-Verordnung des Landes entsprechend ändern. Das Kabinett soll am Dienstag über den Stufenplan entscheiden. Auf Lockerungen der Maßnahmen in Kreisen oder Städten mit einer Inzidenz von über 100 – wie etwa in der Region Hannover – hat die Landesregierung allerdings keinen Einfluss. Dort gilt nämlich dann die Bundesnotbremse.

Im Nachbarland Schleswig-Holstein gab es am Samstagmorgen bereits die ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Die ersten Urlauber kamen nach Sylt. Denn die größte deutsche Nordseeinsel gehört derzeit zur touristischen Modellregion Nordfriesland. Auch nach Amrum, Föhr und Pellworm machten sich bereits die ersten Gäste auf den Weg. In der Region soll unter strengen Auflagen der Tourismus wieder hochgefahren werden.

So müssen sich die Urlauber alle 48 Stunden testen lassen. Wer in der Innengastronomie Platz nehmen will, muss einen maximal 24 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen können. Das Projekt läuft zunächst bis zum 31. Mai mit der Option auf eine Verlängerung.

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