Deutschland

Berlin: Ärzteschaft fordert nur noch AstraZeneca für über 60-Jährige – Keine Wahlfreiheit mehr

In Berlin können sich die Impfwilligen und Impfberechtigten derzeit aussuchen, mit welchem Präparat sie sich gegen das Coronavirus immunisieren lassen wollen. Nun fordern Berliner Ärztevertreter, künftig alle über 60-Jährigen nur noch mit AstraZeneca zu impfen.
Berlin: Ärzteschaft fordert nur noch AstraZeneca für über 60-Jährige – Keine Wahlfreiheit mehrQuelle: www.globallookpress.com © Christophe Gateau / dpa

Der Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca wird in Deutschland nur noch für die über 60-Jährigen empfohlen. Grund dafür waren mehrere Fälle von Hirnvenenthrombosen, die nach Verabreichung bei Jüngeren aufgetreten waren. Der Einsatz bei Menschen unter 60 Jahren bleibt noch freiwillig möglich, jedoch nach intensiver Rücksprache mit dem Hausarzt über mögliches Blutgerinnsel-Risiko.

In Berlin hatte der Senat am Gründonnerstag verkündet, dass Menschen zwischen 60 und 69 Jahren sich in der Hauptstadt auch ohne Einladung einen Termin für den AstraZeneca-Impfstoff in einem der Berliner Impfzentren buchen können. Die Möglichkeit besteht bis zum 20. April.

Neben AstraZeneca wird in Berlin auch das Präparat von BioNTech/Pfizer oder Moderna verabreicht – jedoch nur an jene, die derzeit impfberechtigt sind und eine Einladung bekommen haben. Sie können sich dann anschließend bei der Buchung eines Termins den Impfstoff auswählen.

Ärztevertreter fordern nun den Senat auf, für Menschen über 60 Jahren keine Wahlfreiheit des Impfstoffs mehr zuzulassen. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin und die Landesärztekammer betonen in einer gemeinsamen Mitteilung, dass die Wahlfreiheit für altere Menschen in Berlins Impfzentren "beendet werden muss".

Laut einem Bericht von rbb24 schreiben die Ärztevertreter, dass mit den dann frei werdenden Impfdosen von Moderna und BioNTech/Pfizer Menschen unter 60 Jahren, die zum Beispiel aufgrund ihrer schweren Vorerkrankungen eine dringende Immunisierung gegen SARS-CoV-2 benötigen, schneller berücksichtigt werden könnten.

Sie appellierten auch an die älteren Menschen, die anderen Präparate für die Immunisierung gegen das Coronavirus den Jüngeren zu überlassen.

Wie nun am Freitag bekannt wurde, wird in Berlin die Zeitspanne zwischen der ersten und der zweiten Dosis mit dem Wirkstoff von BioNTech/Pfizer und Moderna verlängert. Bislang waren es drei Wochen, von nun an soll der Sechs-Wochen-Abstand gelten. Dadurch sollen mehr Menschen schneller die Erstimpfung verabreicht bekommen.

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