Deutschland

US-Verteidigungsminister Austin zu Besuch: Statt Abzug Hunderte weitere Soldaten für Deutschland

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat bei einem Besuch in Berlin mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer darauf bestanden, dass die Kontroverse um Nord Stream 2 keine negativen Auswirkungen auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen haben wird, und versprach zusätzliche Soldaten.
US-Verteidigungsminister Austin zu Besuch: Statt Abzug Hunderte weitere Soldaten für DeutschlandQuelle: www.globallookpress.com © Kay Nietfeld/dpa

Die Vereinigten Staaten werden nicht zulassen, dass ein Streit über das umstrittene Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2 die Beziehungen zu Berlin beeinträchtigt, sagte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin am Dienstag.

"Wir haben unsere Opposition gegen dieses Projekt und den Einfluss, den es Russland tatsächlich geben wird, zum Ausdruck gebracht. Aber wir werden nicht zulassen, dass dieses Thema die großartige Beziehung, die wir mit Deutschland haben, beeinträchtigt."

Diese Äußerung folgt auf die neueste Offenbarung, dass die Biden-Administration wahrscheinlich einen Nord Stream 2-Sonderbeauftragten, Amos Hochstein, ernennen wird, dessen Aufgabe es Berichten zufolge sein soll, den Bau der Pipeline zu stoppen.

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hat zudem signalisiert, dass sie sich an ein Anti-Nord-Stream-Gesetz halten will, das Sanktionen vorsieht und 2019 unter Bidens Vorgänger Donald Trump verabschiedet wurde, der von Anfang an eine kämpferische Haltung gegenüber Deutschland eingenommen hatte.

Trotz des intensiven Drucks ist Deutschland nicht von dem Projekt zurückgetreten, das nach eigener Aussage eine stabilere und sauberere Energiequelle im Zuge der Abkehr von Kohle und Atomkraft gewährleistet.

Der Gast aus Washington meinte ferner, dass die USA "weiterhin mit Deutschland und dem Rest der Verbündeten in der Region zusammenarbeiten, um unsere Bündnisse zu stärken und uns weiter vorwärts zu bewegen". Statt einem Abzug von Tausenden US-Soldaten aus Deutschland, wie es die damalige Regierung unter Trump angekündigt hatte, versprach Austin nun im Beisein seiner deutschen Amtskollegin, dass die Vereinigten Staaten im kommenden Herbst weitere 500 Soldaten in die Bundesrepublik schicken werden.

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