Russland

Lawrow: Russland wird nie aus politischem Kalkül "EU-Bürger erfrieren lassen"

Russland werde Öl- und Gaslieferungen nach Europa nie als Instrument des politischen Drucks nutzen, erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow. Er betonte jedoch, Moskau werde auf feindliche Aktivitäten stets mit Gegenmaßnahmen antworten.
Lawrow: Russland wird nie aus politischem Kalkül "EU-Bürger erfrieren lassen"Quelle: www.globallookpress.com © McPHOTO/M. Gann via www.imago-i

Der russische Außenminister Sergei Lawrow antwortete im russischen Fernsehen auf die Frage, ob Russland Öl- und Gaslieferungen nach Europa als eine Antwort auf den Druck seitens der EU politisch instrumentalisieren kann:

"Wir werden dies niemals tun, das ist eine prinzipielle Position, egal, was passiert. Wir werden keine Energieressourcen, unsere Öl- und Gasrouten nach Europa ausnutzen."

Auf die klärende Frage, ob solche Schritte seitens Moskaus für den Fall möglich sind, dass russische Banken aus dem SWIFT-System verbannt werden, antwortete der Minister erneut: "Wir werden dies nicht tun."

"Dies ist die prinzipielle Position des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Wir werden nie in eine Situation geraten, in der wir die Bürger der Europäischen Union 'erfrieren lassen' müssen. Wir werden das niemals tun. Wir sind nicht das Kiewer Regime, das den Kanal blockiert hat, der die Krim mit Wasser versorgt, und sich dann darüber freut. Dies ist eine beschämende Position auf der internationalen politischen Bühne."

Der russische Außenminister versprach dennoch, dass Moskau auf alle feindlichen Aktivitäten mit Gegenmaßnahmen antworten werde, auch wenn diese Gegenmaßnahmen "nicht unbedingt symmetrisch" seien.

Das russische Gasunternehmen Gazprom arbeitet derzeit allein an der Pipeline Nord Stream 2, da sich der Schweizer Auftragnehmer Allseas aufgrund der US-Sanktionen aus dem Projekt zurückgezogen hat. Washington ist der Ansicht, dass die Pipeline für Europa gefährlich sei, weil sie die Abhängigkeit von russischem Gas bedeute.

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