Deutschland

BioNTech-Gründer rechnet mit Lockdown bis Herbst und spricht sich für regelmäßige Corona-Impfung aus

Der Firmengründer und BioNTech-Erfinder Uğur Şahin glaubt, dass uns Corona noch eine ganze Weile beschäftigen wird. Er rechnet erst ab Herbst mit einer Rücknahme der Corona-Schutzmaßnahmen und plädiert für eine jährliche Corona-Impfung der Gesamtbevölkerung.
BioNTech-Gründer rechnet mit Lockdown bis Herbst und spricht sich für regelmäßige Corona-Impfung ausQuelle: AFP

Steigende Inzidenzzahlen scheinen ein Ende des Corona-Lockdowns in weite Ferne zu rücken. BioNTech-Gründer Uğur Şahin glaubt, dass ein Großteil der Beschränkungen im Herbst aufgehoben sein wird. Bis dahin müssen wir aber noch mit den Schutzmaßnahmen leben. Dass das Virus ganz aus unserem Alltag verschwinden wird, glaubt der Unternehmer und Bundesverdienstkreuzträger nicht. Şahin zur Welt am Sonntag:

"In vielen Ländern in Europa und in den USA werden wir wahrscheinlich Ende des Sommers in der Situation sein, nicht mehr in einen Lockdown zu müssen."

Der Gründer des Mainzer Pharmaunternehmens BioNTech rechnet im Herbst mit einem Ende der Lockdown-Politik. Şahin sagt:

"Es wird natürlich weiterhin lokale Ausbrüche geben, das wird ein Hintergrundrauschen bleiben. Es wird Mutationen geben. Aber diese werden mit großer Wahrscheinlichkeit keinen Schrecken verbreiten."

Das Virus werde aber nicht verschwinden, glaubt Şahin. Ob man jedes Jahr oder alle fünf Jahre eine Impfung brauche, das müsse man sehen.

Zu der Frage, wie man mit Selbstimpfungen umgehen soll, meinte der Unternehmer, diese seien nicht notwendig. Wenn man die Hausärzte und das medizinische Personal einbinde, wäre es kein Problem, 80 Millionen Menschen jedes Jahr einmal zu impfen. Er rechnet aber erst im Herbst mit einem Ende der Lockdown-Politik, was Handels- und Industrieverbände schärfstens kritisieren.

Die Impfung durch medizinisches Personal diene auch der Beobachtung einer möglichen allergischen Reaktion, die – wenn auch selten – auftreten könne.

Der Corona-Impfstoff von BioNTech und dessen Partner Pfizer war der erste, der in der EU zugelassen wurde. Inzwischen kamen die Zulassungen der Vakzine von Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson hinzu. Die Auslieferung des Präparats von Johnson & Johnson wird für Mitte April erwartet. Auch der russische Impfstoff Sputnik V soll demnächst von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen werden. Er wird schon in 40 Ländern mit Erfolg verimpft.  

Am Freitag hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem Forscher- und Unternehmerehepaar Özlem Türeci und Uğur Şahin das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Mehr zum Thema - Profitstreben – Pfizer und BioNTech in der Kritik wegen hohen Preises für Impfstoff

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team