Deutschland

Eine Stimme mehr: Präsident des Deutschen Roten Kreuzes für Zulassung von Sputnik V

Die Impfungen mit AstraZeneca gegen das Coronavirus wurden in Deutschland ausgesetzt und der Impfplan wackelt. Das russische Vakzin Sputnik V könnte für die Impfpläne der Bundesregierung nützlich sein, doch die deutsche Politik zeigt sich verhalten.
Eine Stimme mehr: Präsident des Deutschen Roten Kreuzes für Zulassung von Sputnik VQuelle: www.globallookpress.com © Christian Thiele

Der deutsche Virologe Christian Drosten warnte vor einem neuen Anstieg von positiven Corona-Befunden. Am Mittwoch meldete das Robert Koch-Institut (RKI) 13.435 positive Laborbefunde. Schuld hieran, so Drosten, sei die ansteckendere Virusvariante (B.1.1.7). In Deutschland wurden bisher 9.663.887 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft (Stand: 16.03.2021).

Die Aussetzung der Impfungen mit dem britisch-schwedischen Vakzin AstraZeneca aufgrund von Thrombosefällen, führte zur Absage von Impfterminen. Die gelagerten Impfungen werden vorerst nicht eingesetzt. Eigentlich sollten Hausärzte bald ebenfalls impfen und dadurch die Impfgeschwindigkeit in Deutschland ankurbeln. 

Der Einsatz des in Russland entwickelten Sputnik V-Impfstoffes könnte Abhilfe leisten. Deutschland wartet hier jedoch auf eine Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA). Ungarn hat eine eigene Zulassung ohne die EMA veranlasst und Italien gab bekannt, ab Juli werde eine Firma das Vakzin produzieren. Insgesamt 50 Länder haben Sputnik V die Genehmigung erteilt. Auch das Robert Koch-Institut sprach sich bereits für Sputnik V aus. In der deutschen Politik ist man sich noch uneins. Die Linke befürwortet den Einsatz. Moskau kritisiert eine Politisierung des Impfstoffes. 

Am Montag teilte der Chef des staatlichen Direktinvestmentfonds RDIF, Kirill Dmitriev, der Agentur Interfax in Moskau mit, dass es eine Übereinkunft mit einem deutschen Unternehmen zur Produktion des Impfstoffes gegeben habe und es laufen

"Verhandlungen mit einer Reihe weiterer Hersteller, um die Produktion in der EU zu erhöhen".

Ähnliche Vereinbarungen sollen auch mit Frankreich, Italien und Spanien getroffen worden sein. 

In Berlin werden Impfungen gegen das Coronavirus vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) organisiert. Der derzeitige Präsident des DRK und ehemaliger Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja, sprach sich am Dienstag für den Einsatz von Sputnik V aus: 

"Wir benötigen noch mehr Anstrengungen, dass alle wissenschaftlich geprüften Impfstoffe unideologisch für eine schnelle Zulassung vorbereitet werden. Das gilt auch für den russischen Sputnik-Impfstoff." 

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