Deutschland

Düsseldorf: Verweilverbot am Rheinufer nach Überfüllung am Wochenende

Am vergangenen Wochenende besuchten – wohl angezogen vom guten Wetter – große Massen die Düsseldorfer Altstadt. Was zu normalen Zeiten ein völlig banales Ereignis wäre, sorgt in der Corona-Pandemie für schärfere Regeln für Stadtbesucher.
Düsseldorf: Verweilverbot am Rheinufer nach Überfüllung am Wochenende© Fotostand / Grosshanten via www.

Die Stadt Düsseldorf hat für das Rheinufer ein Verweilverbot erlassen. Demnach müssen sich Personen von Freitag 15 Uhr bis Montagmorgen ein Uhr am Rheinufer bewegen. Während es nach wie vor möglich ist, etwa zu radeln oder zu joggen, ist es verboten, sich hinzusetzen oder auf der Stelle zu bleiben.

Neben dem Verweilverbot verhängte die Stadtverwaltung eine Reihe weiterer Maßnahmen. So wird zum Beispiel auch die Maskenpflicht ausgeweitet. Bisher galt die Pflicht nur in der Altstadt. Ab jetzt müssen auch im Gebiet von den Rheinterrassen bis zur Dreieckswiese Masken getragen werden. Auch soll die Zufahrt von Autos beschränkt werden.

Grund für die neuen Regeln war ein Massenansturm auf das Gebiet am vergangenen Wochenende. Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) bezeichnete die Vorkommnisse als "unhaltbare Zustände". Lokale Medien berichteten, dass die Besucher massenweise gegen die Corona-Schutzverordnung verstießen. Viele hätten gar nicht gewusst, dass eine Maskenpflicht besteht. 

Leitende Funktionäre der Stadtverwaltung zeigten sich besorgt über die Lage. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, der auch den Corona-Krisenstab der Stadt leitet, warnte davor, dass die britische Corona-Mutation in Düsseldorf auf dem Vormarsch sei. Bis zum vergangenen Wochenende habe sich die Lage in Düsseldorf dennoch positiv entwickelt. Aber:

"Wir dürfen unseren Vorteil jetzt nicht verspielen. Wenn die Bevölkerung sich nicht vernünftig verhält, müssen weitere ordnungspolitische Maßnahmen erlassen werden."

Der Düsseldorfer Ordnungsdezernent Christian Zaum gab bekannt, dass über 300 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden seien. Die Betroffenen hätten dabei oft zu aggressivem Verhalten geneigt. Am nächsten Wochenende soll die Polizei eine stärkere Präsenz zeigen.

Daten des Ordnungsamtes hätten ergeben, dass 60 bis 70 Prozent der Besucher der Düsseldorfer Altstadt aus dem Umland kämen. Die neuen Maßnahmen sollen signalisieren, so Zaum, dass seitens der Stadtverwaltung derzeit keine Ausflüge in die Altstadt erwünscht sind.

Die Regeln sind vorläufig nur eine Woche in Kraft. Nächste Woche werden die Behörden Bilanz ziehen.

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