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Debatte um Parteivorsitz: CDU-Vorsitzender des Landesverbands Bremen legt sich fest

Die CDU befindet sich im Dauerwahlkampf um das immer noch vakante Amt des Parteivorsitzenden. Mit der Position könnte zudem auch eine Kanzlerkandidatur verbunden sein. Der Bremer CDU-Landesvorsitzende Carsten Meyer-Heder äußerte sich jetzt klar, welche Personalbesetzung er für seine Partei präferieren würde.
Debatte um Parteivorsitz: CDU-Vorsitzender des Landesverbands Bremen legt sich festQuelle: www.globallookpress.com © Mohssen Assanimoghaddam / dpa

Der Bremer CDU-Vorsitzende, Carsten Meyer-Heder, hat in der Debatte um das Amt des Vorsitzenden in seiner Partei öffentlich Stellung bezogen. Gegenüber dem Onlineportal The Pioneer sagte er:

"Wenn ich es mir aussuchen würde: Herr Röttgen macht den Parteichef und Jens Spahn wird Kanzlerkandidat."

Röttgen mache gute Arbeit. Spahn sei durchsetzungsfähig und habe in der Pandemie gezeigt, dass er mit Fehlern umgehen könne. Und "Fehlerkultur" sei etwas, dass der Politik "insgesamt fehle". Meyer-Heder begründete seine Präferenz aber auch indirekt mit der Fähigkeit eines Kandidaten, schwarz-grüne Bündnisse zu bilden. Mit Friedrich Merz an der Parteispitze oder im Kanzleramt könne er sich nicht vorstellen, "dass Schwarz-Grün funktioniert". Merz würde die Grünen stattdessen in eine Koalition mit SPD und Linken treiben, so der Bremer CDU-Landeschef weiter. Den dritten Kandidaten im Rennen um den CDU-Parteivorsitz, Armin Laschet, auf dessen "Ticket" Jens Spahn ja eigentlich als "Juniorpartner" fährt, erwähnte Meyer-Heder nicht.

Die klaren Worte kommen jedoch nicht unbedingt überraschend. Meyer-Heder gehört dem eher liberalkonservativen, urban geprägten Flügel der Partei an. Bevor er in die Politik einstieg und Vorsitzender des kleinsten Landesverbandes der Partei wurde, war er IT-Unternehmer gewesen. Bei den Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft im vergangenen Jahr gelang es ihm, die CDU erstmals zur stärksten Partei in der Hansestadt zu machen. Ihm selbst schwebte eine Koalition mit den Grünen vor. Diese zogen jedoch ein rot-rot-grünes Bündnis vor.

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