Gesellschaft

DVV International stellt Arbeit in Weißrussland ein

Die Auslandsabteilung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes DVV schließt ihre Repräsentanz in Weißrussland. Grund sei die Verweigerung einer Verlängerung der Tätigkeitserlaubnis. Das Bildungszentrum hatte sich der Weiterbildung für Erwachsene gewidmet.
DVV International stellt Arbeit in Weißrussland einQuelle: Gettyimages.ru © Arne Dedert

Am 11. August hat die Auslandsabteilung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes DVV auf ihrer Website mitgeteilt, dass das Büro in Weißrussland geschlossen wird. Dem Bildungszentrum sei die Verlängerung der Erlaubnis zur Arbeit im Land verwehrt worden. Auf der Webseite steht:

"Wir haben eine Verweigerung der Verlängerung der Aktivitätserlaubnis erhalten und waren gezwungen, den Prozess der Schließung der Repräsentanz einzuleiten."

DVV International arbeitete seit 12 Jahren in Weißrussland. Auf der Webseite heißt es weiter, DVV verteidige das Recht auf Bildung für verschiedene Zielgruppen, strebe nach Erwachsenenbildung für das Gemeinwohl, förderte die Idee von Lerngemeinschaften und Städtepartnerschaften, unterstützte Volkshochschulen, helfe bei der Umsetzung von Miniprojekten in Städten und Dörfern und arbeite mit Organisationen der Regierung und dem öffentlichen Sektor zusammen.

Gleichzeitig stellte DVV International fest, dass sie gemeinsam mit Partnern 15 große Projekte umgesetzt und viele kleine Projektinitiativen unterstützt hatten. Darüber hinaus veranstaltete und unterstützte das Bildungszentrum rund 1.000 Veranstaltungen, an denen mehr als 30.000 Menschen teilgenommen hätten, und brachte auch rund vier Millionen Euro nach Weißrussland.

Der Verband versicherte auch, mit älteren Menschen, Dorfbewohnern, mit verurteilten und freigelassenen Menschen, mit behinderten Menschen und vielen anderen gearbeitet zu haben. Laut DVV International strebe man danach, dass jeder die Möglichkeit habe, eine berufliche Fortbildung zu erhalten, formale oder informell.

Darüber hinaus habe das Bildungszentrum mehr als 50 Publikationen veröffentlicht und Hunderte von historischen Aufsätzen von Schülern und Studenten aus verschiedenen Teilen Weißrusslands erhalten. Der Verband stellte fest, dass mit ihrer Unterstützung Häftlinge in Weißrussland die Möglichkeit hatten, in den Gefängnissen eine höhere Bildung zu erhalten, und dass die Stadt Witebsk dem UNESCO Global Learning Cities Network beigetreten sei.

Mehr zum Thema - Migrantenkrise: Lettland verhängt Ausnahmezustand an Grenze zu Weißrussland

Sehr geehrte RT DE-Leser,

wir sind auf einen neuen Dienst für die Kommentarfunktion umgestiegen.

Da wir die Privatsphäre unserer Leser respektieren und Ihre Daten nicht an eine Drittplattform übermitteln werden, müssen Sie sich erneut registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mittels der Kommentarfunktion über aktuelle Themen austauschen und informieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre RT DE-Redaktion