Gesellschaft

Mattel produziert Barbie als Impfstoffentwicklerin

Barbie geht erneut mit der Zeit. Nachdem das bekannte Modepüppchen schon in der Vergangenheit stets versuchte, aktuell zu sein und sich den verändernden Ansprüchen von Kindern und ihrer Eltern anzupassen, bietet nun die Corona-Pandemie Grund für einen Berufswechsel. Eine britische Impfstoffforscherin und Professorin für Impfstoffe stand dafür Pate.
Mattel produziert Barbie als ImpfstoffentwicklerinQuelle: Gettyimages.ru © University of Oxford/Reuters/Steve Parsons - PA Images

Seit 62 Jahren produziert die Firma Mattel die berühmt berüchtigten Modepuppen namens Barbie. Das einst ausschließlich blond oder brünett erhältliche Spielzeug-Mannequin prägte aufwachsende Mädchen sowie Jungen der frühen Sechzigerjahre. Die Puppe vermittelte eindeutige Schönheitsideale, für das das Produkt im Laufe der Zeit auch immer wieder kritisiert wurde.

Um der kritischen Betrachtung ein wenig entgegenzuwirken, veränderten die Designer der schlanken Plastikdame die Gestalt und das Auftreten stets ein wenig. Auch passten sie die Barbie aktuellen Gegebenheiten an. So erschien ab 2016 eine Reihe von Puppen, die mit verschiedenen Körperformen angeboten wurden. Auch bedeutende Frauen der Geschichte standen der Spielzeugpuppenmarke Pate.

Das geschah nicht immer im Sinne der Angehörigen, wie am Beispiel einer ohne Genehmigung hergestellten Frida Kahlo Barbie festzustellen war. Dennoch hält Mattel an dem Konzept fest. Der Konzern versucht, Kinder darauf aufmerksam zu machen, welche Rollen und Möglichkeiten für sie im Leben bestehen.

Selbst die Corona-Pandemie bietet offensichtlich genügend Fundament, um dem Zeitgeist entsprechen zu können und dabei etwas Geld zu verdienen. Zu Ehren der im englischen Oxford forschenden Impfstoffentwicklerin Sarah Gilbert wurde jetzt seitens Mattel eine Barbie kreiert, die sich an der auch für AstraZeneca arbeitenden Forscherin orientiert. Lange rote Haare, ein Hosenanzug und eine Brille stellen die Merkmale dar, die dem Vorbild gerecht werden sollen und zeitgleich Eltern vom Einkauf überzeugen müssen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur PA soll Gilbert gesagt haben, dass sie die Idee zuerst als sehr komisch empfunden habe. Jetzt aber wünsche sie sich, dass ihre Puppe Kinder darauf aufmerksam machen kann, welche Berufe man im Leben erlernen kann – beispielsweise Immunologin. Die britische Impfstoffforscherin war unter anderem die Leiterin des Entwicklungsteams des AstraZeneca-Impfstoffes, der unter der Prämisse produziert wurde, dass man ihn kostengünstig herstellen und unkompliziert transportieren kann. Also ähnlich einer Barbiepuppe von Mattel.

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