Gesellschaft

Studie: Weltweit acht Millionen Todesfälle im Jahr 2018 durch fossile Brennstoffe

Einer neuen Studie zufolge sollen im Jahr 2018 weltweit bis zu acht Millionen Menschen aufgrund von Luftverschmutzung durch fossile Brennstoffe gestorben sein. Indien und China gelten als die am stärksten betroffenen Länder.
Studie: Weltweit acht Millionen Todesfälle im Jahr 2018 durch fossile BrennstoffeQuelle: Reuters © Jason Lee

Fast 20 Prozent aller Todesfälle von Erwachsenen auf der ganzen Welt im Jahr 2018 sollen auf die Verschmutzung durch fossile Brennstoffe zurückzuführen sein. China und Indien sollen die am stärksten betroffenen Länder gewesen sein. Dies behauptet eine Studie, die in der Zeitschrift Environmental Research veröffentlicht wurde.

Als Gebiete mit der höchsten Luftverschmutzung durch fossile Brennstoffe gelten das östliche Nordamerika, Europa und Südostasien, wobei China und Indien für die Hälfte aller Todesfälle in dieser Kategorie verantwortlich waren. Bangladesch, Indonesien, Japan und die Vereinigten Staaten sollen zu gleichen Teilen eine Million solcher Todesfälle verursacht haben.

Joel Schwartz, Professor für Umweltepidemiologie an der Harvard School of Public Health und Mitautor der Studie, erklärte:

"Wir diskutieren die Gefahren der Verbrennung fossiler Brennstoffe oft im Zusammenhang mit CO2 und dem Klimawandel und übersehen dabei die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen."

Die Daten der Studie bauen auf einer zuvor veröffentlichten Forschungsarbeit mit dem Titel "Global Burden of Disease Study" auf, die den Einfluss der Umweltverschmutzung auf die Sterblichkeitsrate untersuchte. Hierin stellt man fest, dass 4,2 Millionen Menschen aufgrund der Emissionen fossiler Brennstoffe gestorben sind.

In einem Bericht zu der aktuellen Studie fordern die Autoren die Gesetzgeber auf der ganzen Welt auf, Maßnahmen zu ergreifen, um weitere unnötige Todesfälle zu vermeiden und das Problem des Klimawandels anzugehen. Außerdem weist man darauf hin, dass Chinas Bemühungen, die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren, 2,4 Millionen Menschen das Leben gerettet hätten.

Die Autoren der Studie rufen die Regierungen weltweit dazu auf, die Bedrohung ernst zu nehmen und ihre Bemühungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu beschleunigen sowie nachhaltige und erneuerbare Energien zu fördern.

Frühere Daten zeigen, dass Luftverschmutzung die Lebenserwartung von Menschen im Durchschnitt um mehr als zwei Jahre verkürzt, wobei Menschen in Asien etwa vier Jahre und Europäer acht Monate Lebenszeit verlieren.

Verschmutzte Luft kann das Risiko von Herzkrankheiten und Schlaganfällen erhöhen und die Anzahl der Fälle von Lungenkrankheiten in die Höhe treiben. Bei den Bewohnern der am stärksten betroffenen Regionen führen die Luftverschmutzungen zu Atembeschwerden, die denen des Passivrauchens ähnlich sind.

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