Europa

Russland sperrt Zugriff auf Online-Präsenz der Bild-Zeitung

Die russische Medienaufsichtsbehörde hat am Wochenende den Zugriff zum Online-Portal der Bild-Zeitung gesperrt. Eine konkrete Begründung nannte die Behörde nicht. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte die Sperrung beantragt.
Russland sperrt Zugriff auf Online-Präsenz der Bild-ZeitungQuelle: Gettyimages.ru © picture alliance

Konkrete Inhalte, die zu der Maßnahme geführt haben, wurden nicht genannt. Um sein russischsprachiges Publikum zu erreichen, veröffentlicht das Springer-Blatt Bild auf seinem Online-Portal seit einigen Wochen Artikel in russischer Sprache und appelliert an die Bürger, "mutig zu sein" und "dem Präsidenten zu zeigen, was sie von seinem Krieg denken".

Offenbar wurde dies zum Grund für die Sperrung. Auch einige reißerische Schlagzeilen wie "Lügen-Lawrow schockiert mit Goebbels-Zitat" oder "So treibt Putin sein eigenes Land in den Ruin" könnten zu der Sperrung geführt haben. 

Zuletzt hatten die russischen Behörden auch die sozialen Netzwerke Twitter, Facebook und Instagram blockiert. Der US-Konzern Meta wurde als extremistisch eingestuft. Anfang März wurden die Nachrichtenportale der Deutschen WelleBBC und Radio Liberty gesperrt.

Mehr zum Thema - Österreichs Nationalrat verbietet Ausstrahlung von RT

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.