
Selenskij appelliert an EU um "dringenden Beitritt der Ukraine"

"Als ich für das Präsidentenamt kandidiert habe, sagte ich, dass jeder von uns ein Präsident sei. Denn wir alle sind für unseren Staat verantwortlich. Für unsere wunderschöne Ukraine. Und nun ist es so, dass jeder von uns ein Krieger ist", sagte Selenskij am Montagmorgen und ergänzte:
"Ich bin sicher, dass jeder von uns gewinnen wird."

Des Weiteren habe die ukrainische Regierung beschlossen, Häftlinge mit Kampferfahrung aus den Gefängnissen zu entlassen. Sie sollen im Kampf "ihre Schuld abbüßen", erklärte Selenskij. Die Entscheidung sei aus moralischer Sicht nicht einfach gefallen.
Zudem appellierte der Politiker an die Europäische Union mit der Bitte um einen dringenden EU-Beitritt der Ukraine. Er machte deutlich:
"Wir appellieren an die Europäische Union um den dringenden Beitritt der Ukraine für ein neues Sonderverfahren."
Selenskij fügte hinzu, dass er am Sonntag diesbezüglich mit mehreren europäischen Regierungsvertretern gesprochen habe. Ihm zufolge sei die Unterstützung durch europäische Partner bedingungslos und beispiellos.
Zuvor zeigten sich Polen, Litauen und die Slowakei bereit, einen EU-Beitritt der Ukraine zu unterstützen. Am Montagabend soll der französische Präsident Emmanuel Macron Bundeskanzler Olaf Scholz und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Paris empfangen, berichtete Reuters.
Auf die Frage einer Reporterin des Senders Euronews nach einer Aufnahme des Landes in die Gemeinschaft sagte von der Leyen am Sonntag: "Im Laufe der Zeit gehören sie tatsächlich zu uns. Sie sind einer von uns und wir wollen sie drin haben".
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.