Europa

"Irreführend" – Twitter zensiert Zahlen der EU-Agentur EMA zu COVID-19-Impfungen

Ein Twitter-User wollte Zahlen zu den Nebenwirkungen und Todesfällen nach COVID-19-Impfungen mitteilen. Seine Quelle war das von der EMA betriebene Analyse-Tool EudraVigilance. Twitter befand die Quelle als "irreführend" und deaktivierte die "Retweet-Funktion".
"Irreführend" – Twitter zensiert Zahlen der EU-Agentur EMA zu COVID-19-ImpfungenQuelle: www.globallookpress.com © Pavlo Gonchar

Ein Twitter-User wollte am 28. Dezember 2021 seine Follower auf aktuelle Zahlen aus dem Hause der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hinweisen und ihnen damit die Chance geben, sie gegebenenfalls zu retweeten oder zu zitieren. Dies war jedoch nicht möglich, da Twitter den Beitrag als "irreführend" kennzeichnete.

Die Information "Misleading" oder "irreführend" bedeutet laut Twitter-Richtlinien: "Kennzeichnung von Tweets: Wenn Tweets irreführende Informationen zu COVID-19 enthalten, können wir diese Tweets mit einer Kennzeichnung versehen, die Informationen zur Korrektur enthält. In Fällen, in denen wir feststellen, dass die irreführende Behauptung Schaden verursachen könnte, deaktivieren wir die Möglichkeit für andere, den Tweet zu retweeten oder zu zitieren oder anderweitig mit ihm zu interagieren, damit die Verbreitung irreführender Informationen unterbunden wird."

Die Zahlen bezogen sich auf Veröffentlichungen seitens EudraVigilance vom 18. Dezember 2021. EudraVigilance ist laut Eigenauskunft: "das System zur Verwaltung und Analyse von Informationen über vermutete Nebenwirkungen von Arzneimitteln, die im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) zugelassen sind oder in klinischen Studien geprüft werden. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) betreibt das System im Namen des Arzneimittel-Regulierungsnetzes der Europäischen Union (EU)."

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