Europa

Island stellt die Verwendung des Moderna-Impfstoffs komplett ein – wegen Herzkomplikationen

Island hat die Verabreichung des Moderna COVID-19-Impfstoffs mit der Begründung verboten, es bestehe ein erhöhtes Risiko von Herzentzündungen. Mit dem Verbot ist Island weiter gegangen als seine nordischen Nachbarn, die den Einsatz des Impfstoffs lediglich eingeschränkt haben.
Island stellt die Verwendung des Moderna-Impfstoffs komplett ein – wegen HerzkomplikationenQuelle: Gettyimages.ru

Am Freitag hat Island die Verwendung des COVID-19-Impfstoffs von Moderna eingestellt. Grund sind die Berichte über ein "erhöhtes Auftreten" von Entzündungen des Herzmuskels und des Gewebes, die durch den Impfstoff ausgelöst wurden. In einer auf der Website der isländischen Gesundheitsbehörde veröffentlichten Erklärung heißt es:

"In den letzten Tagen gab es Daten aus den nordischen Ländern über das erhöhte Auftreten von Myokarditis und Perikarditis nach der Impfung mit dem Moderna-Impfstoff zusätzlich zur Impfung mit Pfizer/BioNTech (Comirnaty).

Da der Impfstoff von Pfizer in Island sowohl für Auffrischungsimpfungen definierter Prioritätsgruppen als auch für die Erstimpfungen derjenigen, die noch nicht geimpft wurden, ausreichend zur Verfügung steht, hat der Epidemiologe  entschieden, dass Moderna-Impfstoffe in Island nicht verwendet werden, während weitere Informationen über die Sicherheit des Moderna-Impfstoffs während der Stimulationsimpfungen eingeholt werden."

In den vergangenen zwei Monaten hat Island eine zusätzliche Dosis des Moderna-Impfstoffs "fast ausschließlich" an Isländer verabreicht, die zuvor mit Janssen, einem von Johnson & Johnson vertriebenen Einzeldosis-Serum, geimpft wurden, sowie an ältere und immungeschwächte Menschen, die zwei Dosen eines anderen Impfstoffs erhalten hatten.

Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden haben die Verwendung des Moderna-Impfstoffs aufgrund der gleichen Bedenken, die in Island geäußert wurden, bereits eingeschränkt. Mit der vollständigen Aussetzung der Verwendung des Impfstoffs ist Island jedoch einen deutlichen Schritt weiter gegangen als seine nordischen Nachbarn.

Schweden und Finnland haben die Verwendung des Moderna-Impfstoffs ebenfalls ausgesetzt, allerdings nur für Personen unter 30 Jahren, da das Risiko einer Entzündung des Myokards, des Herzmuskels, und des Perikards, der Membran, die das Herz bedeckt, besteht. Dänemark und Norwegen haben offiziell von Moderna für Personen unter 18 Jahren abgeraten.

Schweden hat am 6. Oktober die Verwendung des Moderna-Impfstoffs auf diejenigen beschränkt, die vor dem Jahr 1991 geboren wurden. Die schwedische Gesundheitsbehörde erklärte zu dem Zeitpunkt, dass neue Daten aus schwedischen und anderen nordischen Quellen "darauf hindeuten, dass der Zusammenhang zwischen dem Moderna-Impfstoff und den Nebenwirkungen besonders deutlich ist", "insbesondere nach der zweiten Dosis". Die Agentur erklärte:

"Sowohl die Myokarditis als auch die Perikarditis gehen oft von selbst wieder weg, ohne dauerhafte Probleme zu verursachen, aber verdächtige Symptome sollten von einem Arzt in ... einem Gesundheitszentrum oder einer Notaufnahme untersucht werden. In nachgewiesenen Fällen kann eine medizinische Behandlung und Überwachung im Krankenhaus erforderlich sein."

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind mehr als 75 Prozent der isländischen Bevölkerung vollständig gegen COVID-19 geimpft. Seit dem Ausbruch der Pandemie in Island sind insgesamt 33 Menschen in Zusammenhang mit COVID-19 gestorben.

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Information:

Sicherheit und Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe sind umstrittene Themen. Zahlreiche Experten in Wissenschaft, Politik und Medien schätzen diese als sicher und effektiv ein, da sie das Risiko einer schweren COVID-19-Erkrankung weitgehend verhindern und die Vorteile einer Corona-Impfung die Risiken und Nebenwirkungen überwiegen. Langzeitnebenwirkungen der Impfungen sind generell nicht bekannt. Auch Risiken wie der ADE-Effekt (antibody-dependent enhancement, auf Deutsch: infektionsverstärkende Antikörper) wurden bisher bei weltweit Milliarden verabreichter Impfstoff-Dosen nicht beobachtet. Auch, dass Gensequenzen von beispielsweise mRNA-Vakzinen in die menschliche DNA eingebaut werden, gilt in Fachkreisen als ausgeschlossen. Stellungnahmen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der bundesdeutschen Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) lassen sich hier und hier nachlesen.

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