Europa

Streit um britisches Webportal "Black History Month" – Weiße angeblich "genetisch fehlerhaft"

Während Großbritannien den Monat schwarzer Geschichte (Black History Month) begeht, hat eine Website, die das Ereignis bewirbt, Inhalte gelöscht, die behaupteten, weiße Menschen seien "genetisch fehlerhafte Mutanten", die neben aus Steuergeldern finanzierten Anzeigen erschienen waren.
Streit um britisches Webportal "Black History Month" – Weiße angeblich "genetisch fehlerhaft"

Die Website "Black History Month" wird nicht von der britischen Regierung betrieben, aber sie ist eines der bekanntesten Portale, die den Monat bewerben. Sie veröffentlichte Texte von bekannten britischen Politikern, die das Ereignis unterstützen und betonen, sich für "Rassengerechtigkeit" einzusetzen. Dies schrieb der Vorsitzende der Liberaldemokraten Ed Davey in einem Artikel, der am Freitag auf dem Portal veröffentlicht wurde.

Auf der Seite finden sich aber auch wesentlich provokativere und rassistische Inhalte. Ein Artikel, der dort 2016 erschien, befasste sich mit der Arbeit der US-Psychiaterin Frances Cress Welsing, die die Theorie aufstellte, Weiße seien ursprünglich "genetisch fehlerhafte Mutanten", die von den Schwarzen aus Afrika vertrieben worden seien.

Nach ihrer Vertreibung von diesem Kontinent hätten sich die Weißen, argumentierte Welsing, dem Rassismus und der "weißen Überlegenheit" zugewandt, um "diese Mutation zu schützen", und ihr Mangel an dem Hautpigment Melanin habe diese Abweichung vom moralischen Verhalten gefördert. "Schwarz sein", so meinte Welsing, sei daher "die anerkannte Grundlage für Moral, oder genauer, für normales menschliches Verhalten".

Der Artikel war nach Recherche des Telegraph noch diese Woche auf dem Portal zu finden. Neben dem Artikel fanden sich steuerfinanzierte Rekrutierungsanzeigen der britischen Armee, von Regierungsbehörden und der Polizei wie auch Anzeigen mehrerer britischer Universitäten.

Nach der Anfrage des Telegraph wurde der Text von dem Portal entfernt, aber anderer fragwürdiger Inhalt zum Thema Rassismus ist immer noch online. In einem Artikel aus dem Jahr 2020 von der Reach Society – einer Sozialinitiative, in der schwarze Fachleute schwarze männliche Jugendliche als Mentoren betreuen und die den Preis der Königin für freiwillige Dienste erhalten hat – wird beispielsweise festgestellt, dass "Europäer so lange ermutigt wurden, Nicht-Europäern gegenüber moralisch monströs zu sein, dass ihnen dieses Verhalten zur zweiten Natur geworden ist".

Die Website gehört zu einem Magazin mit demselben Namen und steht bei einer Suchanfrage nach "Black History Month" in Großbritannien an der Spitze der Ergebnisse. Bizarrerweise wird sie von einem weißen Werbeunternehmer betrieben und wurde als privates Unternehmen gegründet, nicht als gemeinnütziger Verein. Der Inhaber und sein Geschäftspartner erklärten dem Telegraph jedoch, die Einnahmen des Portals deckten nur seine Kosten decken und würfen keine Gewinne ab.

Über diese Besitzverhältnisse empörte sich Linda Bellos, eine ehemalige Londoner Stadträtin, die in den 1980ern dabei geholfen hatte, den Monat schwarzer Geschichte einzuführen. "Der ganze Sinn des Monats schwarzer Geschichte ist, uns zu stärken. (…) Ich möchte nicht, dass irgendein weißer Mann, oder selbst eine weiße Frau, diese Rolle übernimmt", sagte sie dem Telegraph. "Ideen zu rauben und tatsächlich Menschen zu rauben, darin waren die Briten sehr erfolgreich. Das nennt man Versklavung. Ich rede nicht von seinen Motiven, sondern ich rede vom Ergebnis."

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