Europa

Ukraine beschießt Donezk – Hauptlüfter in Kohlezeche mit 85 Bergleuten ohne Strom

Wie die Volksrepublik Donezk meldet, hat das ukrainische Militär erneut gegen das Waffenstillstandsabkommen verstoßen. So wurde durch Mörserbeschuss von der Stadt Donezk das Gebläse außer Gefecht gesetzt, das die dortige unterirdische Sasjadko-Kohlezeche mit Luft versorgt.

Insgesamt sieben erneute Beschüsse von Ortschaften durch das ukrainische Militär meldete am achten September 2021 die Vertretung der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk dem Gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordinierung (JCCC) der Waffenstillstandsregelung, berichtet die russische Nachrichtenagentur TASS. Damit verstieß die ukrainische Seite gegen das Waffenstillstandsabkommen.

Die Stadt Donezk und ihre Umgebung sei drei Beschüssen mit Mörsern im Kaliber 120 Millimeter mit insgesamt 48 Granaten ausgesetzt worden; auf Ortschaften südlich von Donezk flogen drei Mörsergranaten desselben Kalibers sowie zwölf weitere des Kalibers 82 Millimeter, zehn Granaten von Panzerfäusten des Typs RPG-7 und 33 Granaten des Kalibers 30 Millimeter aus Granatmaschinengewehren des Typs AGS-17. Ein Beschuss mit Handfeuerwaffen wird ebenfalls vermeldet.

Im Kiewski-Bezirk der Stadt Donezk gab es infolge des Mörserbeschusses durch die ukrainischen bewaffneten Formationen zwei verwundete Zivilisten: Eine Frau Jahrgang 1971 erlitt Splitterverletzungen an der linken Schulter und im Bereich des kleinen Beckens; ein Mann Jahrgang 1981 erlitt eine geschlossene Kopfverletzung, Weichgewebeverletzungen am Kopf, Splitterwunden im oberen Drittel des linken Oberschenkels und einen traumatischen Schock.

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Im selben Bezirk der Stadt Donezk liegt die unterirdische Sasjadko-Kohlezeche – dort unterbrach das ukrainische Militär durch den Mörserbeschuss die Stromzufuhr zum Haupt-Belüftungsgebläse. Die gesamte Schicht der Bergleute von 85 Mann musste umgehend an die Oberfläche gebracht werden. Weitere Sachschäden sind an einer Erdgashauptleitung, zwei Hausfassaden, einem Fenster, einem Zaun und einem geparkten Pkw zu verzeichnen. Die Ermahnungen der Vertreter der Volksrepublik an die ukrainische Seite, das Waffenstillstandsabkommen wieder einzuhalten, seien vergeblich gewesen, so die Pressestelle der DVR auf ihrem Telegram-Kanal:

"Alle Versuche der Volksrepublik Donezk, im Rahmen des JCCC (Gemeinsames Zentrum zur Kontrolle und Koordinierung [des Waffenstillstands und der Stabilisierung der Lage im Südosten der Ukraine]) den Koordinationsmechanismus zur dringenden Wiederherstellung des Waffenstillstands in allen Fällen der Verstöße gegen das Waffenstillstandsabkommen einzusetzen, wurden durch die ukrainische Seite im JCCC ignoriert. Auf alle unsere Anfragen blieb die Antwort unverändert: Bestätigen Beschuss nicht, halten uns an den Waffenstillstand."

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