Europa

Universität Oxford startet HIV-Impfstoff-Studie

Forscher an der University of Oxford verabreichen die ersten Dosen eines potenziellen HIV-Impfstoffs an Teilnehmer einer Studie. Die Impfungen sind Teil einer klinischen Phase-Eins-Studie, die am Montag begann. Hierbei gehen die Wissenschaftler in Oxford neue Wege.
Universität Oxford startet HIV-Impfstoff-StudieQuelle: AFP © Handout/National Institutes of Health/AFP

Die Studie mit dem Titel "HIV-CORE 0052" zielt darauf ab, die Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität des HIVconsvX-Impfstoffs zu bewerten, erklärte ein Sprecher der Universität Oxford. Das Projekt ist Teil der European Aids Vaccine Initiative, die von der Europäischen Kommission finanziert wird.

HIVconsvX, auch als "Mosaik" bekannt, wird der Vorteil zugesprochen, gegen eine breite Palette von HIV-1-Varianten wirksam zu sein, was ihn als geeigneten Impfstoff für den weltweiten Einsatz prädestinieren könnte. Die Wissenschaftler werden bei den Versuchen 13 gesunden HIV-negativen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, die nicht als infektionsgefährdet gelten, zwei Dosen des Impfstoffs im Abstand von vier Wochen verabreichen.

"Ein wirksamer HIV-Impfstoff ist seit 40 Jahren schwer fassbar", sagte Tomas Hanke, leitender Forscher der Studie und Professor für Impfstoff-Immunologie am Jenner-Institut der Universität Oxford, in einer Erklärung. Er ergänzte:

"Diese Studie ist die erste in einer Reihe von Evaluierungen dieser neuartigen Impfstoffstrategie sowohl bei HIV-negativen Personen zur Prävention als auch bei Menschen, die mit HIV leben, zur Heilung."

Im Gegensatz zu den meisten anderen HIV-Impfstoffkandidaten, bei denen B-Zellen induziert werden, die als Ausgangspunkt für weitere B-Zellen dienen, um anschließend neutralisierende Antikörper herzustellen, setzt die Oxford-Lösung auf die Stimulierung der körpereigenen Immunantwort auf T-Zellen, die spezifische Bereiche des Krankheitserregers angreifen.

Bereits im Jahr 2014 verkündeten die Vereinten Nationen ein "Fast-Track-Ziel", wonach die Zahl der Neuinfizierten bis ins Jahr 2020 auf 500.000 gesenkt werden sollte. Im vergangenen Jahr wurden jedoch rund 1,5 Millionen neue Fälle registriert. Das Team in Oxford erwartet, dass es seine Ergebnisse bis April kommenden Jahres vorlegen wird. Zudem plant man ähnliche Studien in Europa, Afrika und den USA.

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