Europa

COVID-Zertifikat kommt zum Zug – Kroatien und Tschechien ändern Einreisebestimmungen

Aus Sorge vor der Delta-Variante des Coronavirus verschärft Tschechien seine Einreisebestimmungen. Auch Kroatien änderte gestern kurzfristig Regeln zur Überquerung der Landesgrenze. Mit dem Monat Juli kommt nun auch das EU-weit geltende COVID-Zertifikat zum Einsatz.
COVID-Zertifikat kommt zum Zug – Kroatien und Tschechien ändern EinreisebestimmungenQuelle: www.globallookpress.com © Josip Regovic / XinHua

Behörden der EU-Staaten stellen das COVID-Zertifikat kostenlos und entweder in digitaler oder in Papier-Form aus. Zudem gilt es in der gesamten EU und wird auch in Island, Norwegen und Liechtenstein anerkannt. Über einen QR-Code kann nachgewiesen werden, ob die Person gegen das Coronavirus geimpft oder negativ getestet wurde oder bereits in den vergangenen Monaten positiv auf das Virus war und die Infektion somit überstanden hat.

Den Angaben der EU-Kommission zufolge seien bereits 200 Millionen Zertifikate ausgestellt worden. Ab 1. Juli kommt der EU-COVID-Pass nun auch zum Einsatz. Wie auch gestern an der Grenze zu Kroatien. Das Adrialand überraschte die Autofahrer mit neuen verschärften Bestimmungen. Die langwierigeren Kontrollen führten zeitweise zu kilometerlangen Staus an einigen Grenzübergängen.

Bislang konnten Bürger aus EU-Staaten mit niedrigen Ansteckungsraten, darunter Deutschland, ohne Auflagen und Einschränkungen nach Kroatien fahren. Seit Donnerstag verlangen die Grenzbeamten jedoch von allen Reisenden das neue, EU-weit gültige Corona-Zertifikat, von einigen auch "Grüner Pass" genannt. Und der ist unabhängig davon erforderlich, woher man kommt. Akzeptiert werden aber auch noch die von den einzelnen Ländern ausgestellten Bescheinigungen, die belegen, dass der Betroffene geimpft, genesen oder getestet ist, heißt es auf der Internetseite der kroatischen Regierung.

Kommen für russische und britische Touristen bald strengere Regeln für Einreise nach Kroatien?

Laut Berichten kroatischer Medien waren im vergangenen Jahr allein aus Deutschland rund 1,5 Millionen Touristen ins Adrialand gekommen. Um die Urlaubssaison nicht mit der Ausbreitung der Delta-Variante des SARS-CoV-2-Erregers zu gefährden, wird in den lokalen Medien darüber spekuliert, dass es für Gäste aus Großbritannien und Russland bald strengere Einreiseregeln geben könnte.

Derzeit können sie wie alle anderen mit einem negativen Corona-Test, einem Impfnachweis oder einer Bestätigung einer überstandenen Infektion ins Land. Zudem muss zur Bestätigung einer Buchung eine Unterkunft vorliegen. Doch die kroatische Zeitung Večernji list berichtet, dass offenbar "eine doppelte Absicherung" bei Touristen aus diesen zwei Ländern, in denen die Delta-Variante weit verbreitet sein soll, erwogen wird. So könnte auch von den Geimpften noch zusätzlich ein negativer PCR-Test verlangt werden, spekuliert das Blatt.

Auch in Tschechien wurden Änderungen bei der Einreise ins Land angekündigt. Ab dem 9. Juli muss ein Online-Meldeformular ausgefüllt werden. Wer nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft sei, müsse zudem einen negativen PCR-Test vorlegen, unabhängig davon, aus welchem Land er komme. Dies wurde der Nachrichtenagentur dpa am Freitag in Prag bestätigt. 

Bisher gilt noch, dass die Einreise aus sogenannten grünen Ländern mit geringem Corona-Risiko wie Deutschland ohne Auflagen möglich ist. Eine wichtige Änderung gibt es vom 9. Juli an auch in einem anderen Punkt: Als vollständig geimpft gilt man erst 14 Tage nach Verabreichung aller notwendigen Impfstoffdosen. Bisher war dies bereits drei Wochen nach Verabreichung der ersten Dosis der Fall.

Die tschechische Regierung will nun auch, dass die Arbeitgeber künftig kontrollieren, ob Arbeitnehmer nach der Rückkehr aus dem Auslandsurlaub die Testpflichten befolgen. Wer sich nicht daran halte, dürfe nicht an den Arbeitsplatz zurückkehren, hieß es.

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