Europa

Erneute Streiks in Frankreich wegen Atomenergiereformen führen zu einem Rückgang der Stromproduktion

Bei den jüngsten Protesten gegen die geplante Energiereform der französischen Regierung legen Arbeiter in den Atomkraftwerken der Unternehmen EDF und Engie sowie in Wasserkraftwerken die Arbeit nieder. Die Stromerzeugung sinkt um 3,12 Prozent.
Erneute Streiks in Frankreich wegen Atomenergiereformen führen zu einem Rückgang der StromproduktionQuelle: Reuters © Stephane Mahe

Daten von Réseau de Transport d'Électricité (RTE) und Électricité de France (EDF) zeigen, dass die Stromproduktion am Dienstag aufgrund eines weiteren Streiks der Kraftwerksarbeiter reduziert wurde.

In den Morgenstunden lag die Stromerzeugung von französischen Atom- und Wasserkraftwerken geringfügig unter der normalen Leistung, wobei die Leistung der Ersteren um 1,2 Gigawatt und der Letzteren um 614 Megawatt reduziert wurde. Die Zahlen zeigten am Dienstagmorgen von einem Rückgang der verfügbaren Produktionskapazität um etwa 3,12 Prozent.

Am Montag erklärte Sébastien Ménesplier, der Generalsekretär der Nationalen Föderation für Bergbau und Energie (CGT-FNME), die zu dem Streik aufgerufen hatte, dass eine Teilnahme von 12.000 bis 15.000 Arbeitern an den Protesten am Dienstag erwartet werde. Er rechne damit, dass die französische Regierung die vorgeschlagenen Atomreformen auf Eis legen werde. Die Aktion der Gewerkschaft werde weitergehen, bis die Umstrukturierungen offiziell zurückgezogen worden seien. Ménesplier fügte hinzu:

"In den kommenden Tagen werden die Dinge klarer werden."

Der Generalsekretär des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes (CGT) Philippe Martinez verkündete, dass an einer Demonstration in Paris auch Mitglieder anderer CGT-Verbände teilnehmen werden, darunter Eisenbahner und Angestellte des öffentlichen Dienstes sowie eine Reihe gewählter Vertreter, die gegen die sozialen und lokalen Folgen der vorgeschlagenen Reformen sind.

Der Reformplan der französischen Regierung beinhaltet eine Umstrukturierung des Energieriesen EDF. Die Gewerkschaften befürchten, dass eine Aufspaltung der Aktivitäten des Unternehmens im Bereich der Atomkraft und der erneuerbaren Energien zur Zerschlagung und Privatisierung des Konzerns führen könnte.

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