Europa

Europäische Arzneimittelbehörde: Zulassung für russischen Impfstoff Sputnik V erfolgt wohl im Mai

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) wird den russischen Impfstoff Sputnik V möglicherweise erst im Mai zulassen. Dies erklärte Marco Cavalieri, Leiter der Impfstrategien bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), am Montag.
Europäische Arzneimittelbehörde: Zulassung für russischen Impfstoff Sputnik V erfolgt wohl im MaiQuelle: Reuters © Agustin Marcarian

Der Leiter der Impfstrategien bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), Marco Cavalieri, sagte am Montag in einer Sendung des italienischen Radiosenders Il Sole 24 Ore, dass die EMA das Sputnik-V-Vakzin erst im Mai zulassen könnte. Ihm zufolge ist Sputnik V "ein gut entwickelter Impfstoff und verdient das Interesse aller".

"Wir sind sehr froh, mit dem Hersteller zusammenzuarbeiten, und wir werden sehen, ob wir den Impfstoff in Europa verwenden können. Wir müssen aber die Produktionsstandards hinsichtlich der Erwartungen überprüfen. Ein entsprechendes Programm wird bereits realisiert, und wir werden in den nächsten Wochen sehen, ob wir den Impfstoff zulassen können. Aber vor Ende April werden wir nicht so weit sein, den Sputnik-Impfstoff zuzulassen, eher im Mai."

Unterdessen betonte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, die EU solle sich mit einer schnelleren Zulassung von Impfstoffen aus China und Russland beschäftigen. Er vertritt die Meinung, man brauche einen Exportstopp für den AstraZeneca-Impfstoff aus der EU.

Am 4. März hat die EMA den Beginn einer Untersuchung des Sputnik-V-Impfstoffs bekannt gegeben. Die EU-Regulierungsbehörde erklärte, dass Fachleute im Rahmen der Untersuchung die Übereinstimmung des Arzneimittels mit den EU-Standards im Bereich Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität bewerten werden.

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