Nahost

US-Drohnenangriff in Syrien tötet mutmaßlichen "Al-Qaida-Führer"

Zum zweiten Mal in diesen Monat hat das US-Verteidigungsministerium mit einem Drohnenangriff Menschen in Syrien getötet. Diesmal behauptet das Pentagon, dass es sich bei dem getöteten Mann um einen "hochrangigen Anführer" der als Al-Qaida bekannten Terrororganisation handelte.
US-Drohnenangriff in Syrien tötet mutmaßlichen "Al-Qaida-Führer"Quelle: Reuters © REUTERS/Massoud Hossaini

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat bekannt gegeben, dass es eine Predator-Drohne eingesetzt hat, um Abdul Hamid al-Matar, der als "hochrangiger Al-Qaida-Führer" bezeichnet wird, im Nordwesten Syriens zu töten. Nach Angaben des US-Militärs wurden bei dem Angriff keine Zivilisten verletzt.

"Wir haben keine Hinweise auf zivile Opfer als Folge des Angriffs, der mit einem MQ-9-Flugzeug durchgeführt wurde", sagte der CENTCOM-Sprecher, Major John Rigsbee, am Freitagabend in einer Erklärung. Obwohl Rigsbee den Angriff im "Nordwesten Syriens" verortete, nannte CENTCOM Suluk als Ort des Angriffs, eine Stadt im Norden, an der Grenze zur Türkei

Die "Beseitigung" von al-Matar wird "die Fähigkeit der terroristischen Organisation stören, weitere Anschläge zu planen und auszuführen, die US-Bürger, unsere Partner und unschuldige Zivilisten bedrohen", so das CENTCOM.

"Eine unbekannte Partei (wahrscheinlich die Amerikaner) hat in Suluk, im Norden von Raqqa, einen Drohnenangriff durchgeführt. Bei dem Angriff wurde angeblich ein Mann namens Abdul Hamid getötet, der ein ehemaliger Anführer der Jabhat al Nusra sein soll. Es ist sehr selten, dass in dieser Gegend Angriffe durchgeführt werden."

Nach Angaben des US-Militärs "nutzt Al-Qaida Syrien als sicheren Zufluchtsort, um sich neu zu formieren, sich mit externen Zweigorganisationen abzustimmen und externe Operationen zu planen" und "nutzt Syrien als Basis für Bedrohungen, die nach Syrien, Irak und darüber hinaus reichen."

Suluk steht, wie andere Gebiete, in denen Al-Qaida in Syrien operiert, nicht unter der Kontrolle der syrischen Regierung. Das Gebiet wird von militanten Kämpfern kontrolliert, die von den USA und ihren Verbündeten, wie dem NATO-Mitglied Türkei, unterstützt werden.

Anfang des Monats erklärte das CENTCOM, dass ein weiterer Drohnenangriff den Al-Qaida-Führer Salim Abu-Ahmad auf einer Autobahn in der Provinz Idlib getötet hat, die ebenfalls von militanten Regierungsgegnern kontrolliert wird.

In Idlib haben US-Kommandos den selbsternannten "Kalifen" des Islamischen Staates (IS, früher ISIS), Abu Bakr al-Baghdadi, im Oktober 2019 aufgespürt und getötet – fast ein Jahr, nachdem das gesamte vom IS beanspruchte Gebiet für befreit erklärt wurde.

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