Nahost

Iranischer General droht irakischer Autonomieregion Kurdistan wegen militanter Gruppen

Die irakische Autonomieregion Kurdistan umfasst mehrere Gebirgsregionen, die einen perfekten Unterschlupf bieten für mehrere militante kurdische Gruppen, die gegen die benachbarten Staaten kämpfen. Sowohl Ankara als auch Teheran führen derzeit gegen diese Gruppen militärische Aktionen durch.
Iranischer General droht irakischer Autonomieregion Kurdistan wegen militanter GruppenQuelle: www.globallookpress.com © ATTA KENARE / AFP

Der Kommandeur der Bodentruppen der Iranischen Revolutionsgarde, Brigadegeneral Mohammad Pakpour, hat am Mittwoch in der westiranischen Stadt Sanandadsch erklärt, dass Teheran die Anwesenheit von "revolutionsfeindlichen" Gruppen in der irakischen Region Kurdistan nicht dulden und mit aller Härte gegen sie vorgehen werde. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.

Die im Nordirak agierenden militanten kurdischen Gruppen, die Teheran als terroristisch einstuft, dürften sich nicht an Aktionen beteiligen, die sich gegen Iran richten, sagte der Kommandeur und fügte hinzu: 

"Die Behörden des Irak und der Region Kurdistan müssen die Elemente und Mitglieder der terroristischen und revolutionsfeindlichen Gruppen unverzüglich aus dem Nordirak vertreiben. Andernfalls werden wir ihre Hochburgen und Stützpunkte zerstören."

Der General betonte die Bereitschaft der Iranischen Revolutionsgarde, jede Bedrohung zu bekämpfen. Er warnte die kurdischen Gruppen, dass die kleinste falsche Bewegung eine harte Antwort der Revolutionsgarde nach sich ziehen werde.

Am 9. September 2021 starteten die iranischen Bodentruppen Drohnen- und Artillerieangriffe gegen Positionen der kurdischen Gruppen im Norden des Irak. Die Revoltionsgarden setzten bei der Operation Kampf- und Selbstmorddrohnen ein, während ihre intelligenten Artillerieeinheiten die Stellungen der kurdischen Gruppen mit hoher Präzision ins Visier nahmen, heißt es in einer Erklärung.

Bereits am 19. September hatte der Stabschef der regulären iranischen Streitkräfte, Generalmajor Mohammad Hossein Bagheri, gewarnt, dass die Militärschläge gegen kurdische Gruppen im Nordirak fortgesetzt und möglicherweise sogar ausgeweitet würden.

Auch die Türkei führt regelmäßig militärische Aktionen gegen die von Ankara als Terrororganisation eingestufte Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in der kurdischen Autonomieregion durch. In den vergangenen Tagen vermeldete das türkische Militär mehrere erfolgreiche Schläge. Einige PKK-Kämpfer seien dabei "neutralisiert" worden.

Mehr zum ThemaBerichte: Kämpfe zwischen türkischer Armee und PKK verschärfen sich

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