Nahost

Medienberichte: Gazastreifen ab Sonntag ohne Strom?

Im Gazastreifen geht offenbar inmitten des schweren Konflikts der Strom zur Neige. Laut einem Mitarbeiter des israelischen Verteidigungsministeriums droht spätestens ab Sonntag ein Blackout. Schon jetzt ist der Strom auf fünf Stunden pro Tag reduziert.
Medienberichte: Gazastreifen ab Sonntag ohne Strom?Quelle: AFP © Mohammed Abed

Laut einem Bericht der Times of Israel wird der Gazastreifen schon bald ohne Strom sein, da der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern weiter eskaliere. Die Zeitung stützt sich auf Aussagen eines Mitarbeiters des israelischen Verteidigungsministeriums, der jedoch anonym bleiben wollte.

Es werde erwartet, dass dem Gazastreifen bis Sonntag der Treibstoff für seine Stromgeneratoren ausgehe, so der Beamte gegenüber der Times of Israel. Seit Beginn der Kämpfe in dieser Woche gibt es in dem Gebiet nur noch fünf Stunden Strom pro Tag. Vor der Eskalation des Konflikts hatte Gaza etwa 16 Stunden Strom pro Tag, berichtete die Times of Israel weiter.

Der Brennstoffmangel sei zum Teil dadurch verursacht, dass Israel den nahe der ägyptischen Grenze und im Süden des Gazastreifens gelegenen Grenzübergang Kerem Schalom geschlossen habe. Zudem sollen Kämpfer der Hamas während ihrer Raketenangriffe auch elektrische Leitungen getroffen haben, die in den Gazastreifen führen, so der Beamte des Verteidigungsministeriums weiter.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden seit Beginn der Eskalation des Konflikts 119 Menschen getötet und 830 weitere verletzt. Wie die Armee mitteilte, wurden in Israel durch Beschuss bisher acht Menschen getötet. Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern war zuletzt wieder aufgeflammt. Er spitzte sich während des muslimischen Fastenmonats Ramadan und nach der Absage der palästinensischen Parlamentswahl immer weiter zu. Als Auslöser gelten etwa Polizeiabsperrungen in der Jerusalemer Altstadt, die viele junge Palästinenser als Demütigung empfanden.

Hinzu kamen Auseinandersetzungen von Palästinensern und israelischen Siedlern im Jerusalemer Viertel Scheich Dscharrah wegen Zwangsräumungen sowie heftige Zusammenstöße auf dem Tempelberg (al-haram asch-scharif). Die Anlage mit Felsendom und al-Aqsa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Sie ist aber auch Juden heilig, weil dort früher zwei jüdische Tempel standen. Der Konflikt greift zunehmend auch auf Orte im israelischen Kernland über – mit Gewalttaten von Arabern gegen Juden und umgekehrt.

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