Asien

Sri Lanka rutscht in schwere Wirtschaftskrise: Proteste vor Präsidentenpalast

Für die Menschen in Sri Lanka wird es aufgrund mangelnder Devisen und rasant steigender Preise für Güter des täglichen Bedarfs immer schwerer, den Alltag zu bewältigen. Der Zorn über das mutmaßliche Versagen der Regierung entlud sich nun in einem Protest, bei dem 50 Demonstranten verletzt wurden.
Sri Lanka rutscht in schwere Wirtschaftskrise: Proteste vor Präsidentenpalast© Saman Abesiriwardana/Keystone Press Agency

Mitten in einer schweren Wirtschaftskrise sind bei Protesten vor dem Präsidentenpalast in Sri Lanka 50 Demonstranten verwundet worden, darunter auch Journalisten. Die Regierung bemüht sich derweil um ein Rettungspaket des Internationalen Währungsfonds (IWF) und bat zudem Indien und China um Hilfe. Seit Anfang 2022 stiegen die Benzinpreise in dem Land um 92 Prozent und die Dieselkosten um 76 Prozent.

Dutzende von Demonstranten hatten sich vor der Residenz des Präsidenten Gotabaya Rajapaksa bei einer nächtlichen Protestaktion versammelt, um ihren Unmut über den Umgang der Regierung mit der sich verschärfenden Wirtschaftskrise des Landes zu äußern.

Der Protest schlug in Gewalt um, als einige der aufgebrachten Zivilisten Barrikaden durchbrachen. Einige Demonstranten sollen einen Bus in Brand gesetzt haben. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein und schlug die Demonstranten nieder.

Im späteren Verlauf sahen sich die Behörden veranlasst, eine nächtliche Ausgangssperre zu verhängen. Dies geschah in den Polizeiabteilungen Colombo Nord, Colombo Süd, Colombo Zentral, Nugegoda, Mount Lavinia und Kelaniya. Die Ausgangssperre wurde jedoch am Freitagmorgen wieder aufgehoben.

Auf Videos, die in den sozialen Medien verbreitet wurden, ist zu hören, wie die Menge "Verrückter, geh nach Hause" ruft und den Rücktritt Rajapaksas und seines gesamten Kabinetts fordert.

Der Rajapaksa-Regierung, die 2019 an die Macht kam, wird Korruption und Vetternwirtschaft vorgeworfen, da die Brüder und Neffen des Präsidenten mehrere wichtige Ministerämter innehaben.

Der Inselstaat erlebte in den letzten Jahren eine der schlimmsten Wirtschaftskrisen seit Jahrzehnten.

Lokalen Medienberichten zufolge haben viele Teile des Landes mit bis zu 13-stündigen Stromausfällen zu kämpfen, weil es an Devisen für den Import von Treibstoff mangelt. Der Präsident und seine Minister sind von den Stromausfällen ausgenommen, was die Bürger verärgert.

Lebensmittel und Treibstoff wurden fast unerschwinglich. Da es an Devisen fehlt, hat das Land Schwierigkeiten, weitere wichtige Güter einzuführen.

Nach Angaben von BBC sanken die Devisenreserven, die Ende 2019 noch 7,6 Milliarden US-Dollar betrugen, inzwischen auf 2,3 Milliarden US-Dollar. Davon gingen die für die Regierung nutzbaren Reserven auf etwa 300 Millionen Dollar zurück.

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