Asien

Russland ist bereit, Kohle- und Gaslieferungen an China zu erhöhen

Peking und Moskau haben Gespräche über eine Erhöhung der Lieferungen fossiler Brennstoffe an China geführt. Trotz Russlands Bereitschaft zur Zusammenarbeit könnten jedoch Transportprobleme die Bemühungen behindern, so der russische Botschafter in China.
Russland ist bereit, Kohle- und Gaslieferungen an China zu erhöhenQuelle: Sputnik © Witali Timkiw

In China herrscht zurzeit eine durch einen Preisanstieg für fossile Brennstoffe und niedrige Kohlebestände verursachte Energiekrise. Peking unternimmt Schritte, um das Problem zu lösen, das sogar zu Produktionsstopps geführt haben soll. Unter anderem verhandelte man mit Moskau eine Erhöhung der Liefermengen.

Russlands Botschafter in China Andrei Denissow erklärte diese Woche Journalisten:

"Die chinesische Wirtschaft erholt sich recht schnell von der pandemiebedingten Krise, aber es gibt gewisse Ungleichgewichte, die niemand hier verschweigt. Und laut den Prognosen, die wir in der Presse lesen, steht ein kalter Winter bevor. Der Nordosten Chinas, der unserer Grenze am nächsten ist, könnte durchaus ein gewisses Defizit haben. Aus diesem Grund bittet man uns tatsächlich, die Möglichkeit einer Aufstockung der Lieferungen in Betracht zu ziehen. Wir sind natürlich dazu bereit."

"Neben der Kohle haben wir ein neues Produkt, das im vergangenen Jahr aufkam: Pipeline-Erdgas. Letztes Jahr haben wir es versuchsweise über die Power of Siberia-Gaspipeline geliefert, wodurch sich die Lieferungen auf etwa fünf Milliarden Kubikmeter beliefen. Für dieses Jahr haben wir eine Erhöhung auf zehn Milliarden Kubikmeter geplant, da wir noch nicht alles auf die volle Kapazität bringen können."

Der Diplomat wies darauf hin, dass die russischen Behörden zwar grünes Licht für die Erhöhung der Lieferungen gegeben haben, einige Fragen jedoch noch offen seien. Er fügte hinzu:

"Dies ist nicht so sehr eine Frage der Regierung, sondern eine Frage der Unternehmen, der Bergbau- und Transportfirmen. Bestimmte Schwierigkeiten, die wir haben, betreffen nicht so sehr die Mengen, sondern die Transportmöglichkeiten und die Abwicklung an den Grenzübergängen."

Denissow erläuterte, dass der grenzüberschreitende Straßentransport von Gütern aufgrund der Verschärfung der sanitären und epidemiologischen Kontrollen erhebliche Probleme aufweise. Vor der Pandemie durften zu einem Zeitpunkt 120 Fahrzeuge die Grenzübergänge passieren, jetzt sind es nur noch 40.

Die neu gebaute grenzüberschreitende Straßenbrücke zwischen Blagoweschtschensk in Russland und Heihe in China und die Eisenbahnbrücke am Grenzübergang zwischen Nischneleninskoje und Tongjiang könnten den Lieferprozess erheblich erleichtern, so der Botschafter. Beide Brücken seien jedoch noch nicht in Betrieb genommen worden. Er hob hervor:

"Beide Seiten, sowohl die chinesische als auch unsere, denken jetzt darüber nach, wie sie die Inbetriebnahme dieser beiden Brückenübergänge organisieren können. Die Eisenbahnbrücke wäre wahrscheinlich eine große Hilfe für das Kohlegeschäft."

Mehrere Provinzbehörden in China, vor allem im Nordosten des Landes, versuchen seit Mitte September, mit Unterbrechungen der Strom- und Heizungsversorgung fertig zu werden, die durch die Verknappung und die hohen Kosten für Kohle sowie die steigenden Preise für Erdgas auf den Märkten entstanden sind.

Um Stromausfälle zu vermeiden, haben 20 Provinzen in China im vergangenen Monat Beschränkungen für den Stromverbrauch sowohl für Industrieunternehmen als auch für Haushalte auferlegt. Infolgedessen hat China versucht, die Situation durch eine Erhöhung der Importe fossiler Brennstoffe zu stabilisieren. Allein im September stieg die Einfuhr von Kohle im Jahresvergleich um 76 Prozent auf 32,88 Millionen Tonnen.

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