Asien

Medienbericht aus China: BBC erfindet Geschichten und verdreht Fakten

Als Reaktion auf eine Nachrichtenmeldung wirft die chinesische Zeitung Global Times der BBC vor, Fakten zu verdrehen und Geschichten zu erfinden. Die BBC hatte berichtet, Journalisten seien bei der Berichterstattung über Überschwemmungen in China angegriffen worden.
Medienbericht aus China: BBC erfindet Geschichten und verdreht FaktenQuelle: Reuters © Luke MacGregor

Am Dienstag hat die BBC eine Erklärung abgegeben, in der sie "sofortige Maßnahmen seitens der chinesischen Regierung" forderte. Mehrere Journalisten, darunter Mitarbeiter von AP und der Los Angeles Times, seien von Chinesen angegriffen worden, während sie am Samstag über die Flutschäden in der Provinz Henan berichteten, so die britische Medienanstalt. In der Erklärung hieß es:

"Am Wochenende rief ein Teil der Kommunistischen Partei Chinas in den sozialen Medien die Bürger auf, Kommentare über den Verbleib eines BBC-Teams zu posten, das über die Überschwemmungen in der Provinz Henan berichtete."

Journalisten verschiedener Medienanstalten seien daraufhin "von einer wütenden Menschenmenge konfrontiert worden, die nach dem BBC-Team suchte". Die BBC fordert:

"Die chinesische Regierung muss unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um diese Angriffe zu unterbinden, die ausländische Journalisten weiterhin gefährden."

Hu Xijin, der Chefredakteur der Global Times, warf der BBC hingegen vor, Teile der Geschichte fabriziert zu haben, um China zu schaden. Er erklärte:

"Es wurden lediglich einige Journalisten der westlichen Presse von Schaulustigen auf der Straße in Henan umzingelt und befragt. Es handelte sich nicht um eine Aktion der Regierung."

Er fügte hinzu, dass es während der Begegnung keine Angriffe auf die Journalisten gegeben habe.

Die BBC sei für die Verdrehung von Tatsachen und das Erfinden von Geschichten in ihrer Berichterstattung über China bekannt, so Hu.

Während der Konfrontation am Samstag wurden die Journalisten von der Menge gefilmt, der "Verbreitung von Gerüchten" beschuldigt und aufgefordert, China zu verlassen.

In einer Reihe von Beiträgen auf Twitter behauptete eine in den Vorfall involvierte Journalistin, die Leiterin des Pekinger Büros der LA Times Alice Su, dass die Menschenmenge ihre Gruppe mit Mitarbeitern der BBC verwechselt habe. Die Personen seien auf der Suche nach der BBC-Korrespondentin Robin Brandt gewesen, deren Foto sie bei sich getragen hätten.

Sie erklärte, die Menge sei aufgebracht gewesen, nachdem die Journalisten mit Ladenbesitzern in der Gegend gesprochen hatten, deren Eigentum durch die Überschwemmungen zerstört worden war.

Nachdem die Journalistengruppe die Beschwerden der Menge übersetzt hatte, "schienen sich die Chinesen zu beruhigen", stellte Su fest und fügte hinzu:

"Wir sind dann schnell gegangen. Es war keine angenehme Erfahrung."

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