Asien

Myanmars UN-Botschafter ruft Sicherheitsrat zum Verhängen einer Flugverbotszone auf

Myanmars UN-Botschafter Kyaw Moe Tun rief den Sicherheitsrat zum Verhängen einer Flugverbotszone, eines Waffenembargos und gezielter Sanktionen gegen die Militärjunta auf. Aus Sicht der Militärregierung ist er nicht mehr der legitime Vertreter des Landes bei der UNO.
Myanmars UN-Botschafter ruft Sicherheitsrat zum Verhängen einer Flugverbotszone aufQuelle: Reuters © Denis Balibouse

Der bisher amtierende UN-Botschafter Myanmars Kyaw Moe Tun forderte Sicherheitsrat zum Verhängen einer Flugverbotszone und gezielter Sanktionen gegen die Militärjunta in Myanmar auf und dadurch mehr Druck auf diese auszuüben. "Die Zeit ist entscheidend für uns", sagte er. "Bitte, bitte handeln Sie." Er glaube fest daran, dass die internationale Gemeinschaft "diese Gräueltaten" nicht weiter zulassen werde.

UN-Botschafter Kyaw Moe Tun, der den Putsch vom 1. Februar verurteilt hatte und aus der Sicht der Militärregierung nicht mehr legitimer Vertreter des Landes ist, forderte auch ein internationales Waffenembargo und das Einfrieren von Bankkonten der Militärfunktionäre und deren Familien, hieß es von Al Jazeera.

Die USA riefen zudem den UN-Sicherheitsrat auf, rasch zu handeln, um "das Leben der myanmarischen Bürger zu retten". Die USA und die europäischen Nationen plädierten bei einem Treffen des UN-Sicherheitsrates am Freitag für einen südostasiatischen Gipfel zur Krise. Die militärische Führung bleibt jedoch hart und lehnte bereits einen Besuch der UN-Sondergesandten Christine Schraner Burgener ab.

China und Russland verfügen im Sicherheitsrat über ein Vetorecht und lehnen die Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Staaten generell ab. Myanmar befindet sich an einem geostrategisch wichtigen Punkt am Indischen Ozean. Das Land scheint ein entscheidender Knotenpunkt zwischen Südasien, Südostasien und Ostasien zu sein. Verschiedene Akteure interessieren sich für die Region, etwa China, Indien und die USA.

Das Militär hatte Anfang Februar gegen die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi geputscht. Die 75-Jährige sitzt seither im Hausarrest und wird von der Justiz verschiedener Vergehen beschuldigt.

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