Asien

Xi Jinping befiehlt chinesischer Armee: "Zu jeder Sekunde" für den Kampf bereit sein

Chinas Staatschef Xi Jinping hat sein Militär angewiesen, bis zum nächsten Jahr alle Übungen zu intensivieren und dabei auch mehr Hochtechnologie einzusetzen. Zwischen Peking einerseits und Indien sowie Taiwan andererseits dauern geopolitische Reibereien an.
Xi Jinping befiehlt chinesischer Armee: "Zu jeder Sekunde" für den Kampf bereit seinQuelle: www.globallookpress.com © Xinhua

Chinas Präsident und zugleich der Vorsitzende der Zentralen Militärkommission Xi Jinping hat der Volksbefreiungsarmee (PLA) befohlen, die "Vollzeit-Kampfbereitschaft" aufrechtzuerhalten und bereit zu sein, "in jeder Sekunde zu handeln".

"Die Kommandeure und die Soldaten der gesamten Armee müssen ... den Geist des Kampfes ohne Angst vor Entbehrungen und Angst vor dem Tod weitertragen", heißt es in dem Befehl.

Der Befehl verweist ferner darauf, dass in diesem Jahr der 100. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei Chinas begangen wird.

Xi wies die PLA an, ihre Übungen eines Kampfes an den Frontlinien zu verstärken und den Einsatz von moderner Technik in den Übungen "erheblich zu erhöhen". Xi bezeichnete moderne Technologien als "den Kern der Kampfeffektivität" und befahl dem Militär, Computersimulationen in Übungen zu verwenden und Wege zu finden, mehr Hoch- sowie Onlinetechnologien in das militärische Training einzubauen.

Laut der South China Morning Post war die Erwähnung von nicht näher spezifizierten "militärischen Kämpfen an der Frontlinie" in dem Generalbefehl zum Jahresbeginn eine Abweichung gegenüber den früheren derartigen Befehlen von Xi, in denen die PLA lediglich angewiesen wurde, "Krisen zu managen und Kriege zu verhindern".

China hat im vergangenen Jahr zunehmende Spannungen zu seinen Nachbarn Indien und Taiwan erlebt. Auch mit den USA führt Peking immer wieder harte Wortgefechte, und es kommt gelegentlich auch zu militärischen Drohgebärden. Die USA beanspruchen für sich, die "Freiheit der Meere" zu verteidigen und stellen sich dabei gegen Chinas Ansprüche im Südchinesischen Meer. Um China abzuschrecken, schickt Washington zunehmend Militäreinheiten in die Region.

Die Feindseligkeiten entlang der Grenze im Himalaya gipfelten in einem blutigen Scharmützel im Juni 2020, bei dem 20 indische Soldaten getötet wurden und auch Peking eine ungenannte Zahl von Opfern zu beklagen hatte. Die Atmosphäre vor Ort blieb seitdem angespannt, obwohl sich beide Seiten mittlerweile zu einer Deeskalation verpflichtet haben.

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