Asien

Iran setzt Öltanker unter südkoreanischer Flagge fest

Die Iranische Revolutionsgarde hat nach Angaben iranischer Medien am Montag einen unter südkoreanischer Flagge fahrenden Tanker in den Gewässern des Persischen Golfs konfisziert. Der Vorwurf der Umweltverschmutzung steht im Raum.
Iran setzt Öltanker unter südkoreanischer Flagge festQuelle: Reuters © IRGC / WANA (West Asia News Agency)

Der Tanker habe mit seiner Ethanol-Ladung die Gewässer im Persischen Golf verschmutzt und sei daher von der Küstenwache der Iranischen Revolutionsgarde in die Hafenstadt Bandar Abbas geleitet worden, teilte die Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte am Montag nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur ISNA mit. Auf Fotos, die zahlreiche Medien veröffentlichten, ist ein Schiff zu sehen, das von Schnellbooten eskortiert wird. Der Tanker soll 7.200 Tonnen Ethanol geladen haben.

Bei dem Schiff soll es sich nach Angaben des Internetdienstes Marinetraffic.com um den Öltanker "Hankuk Chemi" handeln. Er war demnach auf dem Weg von Saudi-Arabien nach Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten gewesen. Dann soll er aber Kurs auf iranische Gewässer genommen haben, wo er sich aktuell noch befindet.

Die Crewmitglieder des Tankers, die aus Südkorea, Indonesien, Vietnam und Myanmar stammten, seien festgenommen worden. Das Schiff ist nun nach Angaben der Iranischen Revolutionsgarde im Hafen von Bandar Abbas. Die Angelegenheit werde jetzt an die Justizbehörden weitergeleitet, die die nötigen juristischen Schritte unternehmen werden, teilte die Eliteeinheit weiter mit.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters soll es zwischen Teheran und Seoul zu Spannungen wegen iranischer Gelder gekommen sein, die aufgrund von US-Sanktionen bei südkoreanischen Banken derzeit eingefroren seien.

In der Region kam es zuletzt zu politischen Spannungen zwischen Teheran und Washington. Erst Sonntagabend wurde bekannt, dass der US-Flugzeugträger USS Nimitz doch noch im Persischen Golf verbleiben wird. Der geschäftsführende US-Verteidigungsminister Chris Miller hatte erst drei Tage zuvor angeordnet, dass der Flugzeugträger, auf dem sich laut US-Angaben bis zu 5.000 Soldaten befinden können, in die USA zurückkehren soll. Das Pentagon machte die Entscheidung nun mit der Begründung rückgängig, das Kriegsschiff bleibe wegen "der jüngsten Drohungen" des Iran gegen US-Präsident Donald Trump im Nahen Osten. Um welche "Drohungen" es sich genau handelt, bleibt unklar.

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