Afrika

Mali: Messer-Angreifer auf den Übergangspräsidenten Goïta stirbt in Haft

Der Mann, der beschuldigt wurde, vergangenen Dienstag in einer Moschee in der Landeshauptstadt Bamako versucht zu haben, mit einem Messer den malischen Interimspräsidenten Goïta zu ermorden, ist in der Haft gestorben. Die genaue Todesursache soll noch ermittelt werden.
Mali: Messer-Angreifer auf den Übergangspräsidenten Goïta stirbt in HaftQuelle: AFP © Annie Risemberg

Nach einer gescheiterterten Messerattacke auf den Übergangspräsidenten des westafrikanischen Staates Mali ist der mutmaßliche Attentäter kurz nach der Inhaftierung gestorben. Dies teilte die Regierung am späten Sonntagabend mit. Demnach habe sich sein Gesundheitszustand während des Verhörs "verschlechtert".

Während der Feierlichkeiten zum islamischen Opferfest Eid ul-Adha in der Großen Moschee von Bamako vergangene Woche hatte der Angreifer versucht, Malis Interimspräsident Oberst Assimi Goïta zu erstechen. Daraufhin wurde der Mann von Sicherheitsbeamten überwältigt und in einen Militärlastwagen geworfen. Goïta, der unverletzt blieb, wurde schnell von Leibwächtern umringt und in Sicherheit gebracht, aber eine andere Person, die hinter ihm saß, war verletzt worden.

Der Angreifer soll sich mit einem Messer bewaffnet dem Staatsoberhaupt während des Gebets genähert und versucht haben, ihm in den Hals zu stechen. Doch laut Malis Premierminister Choguel Maïga haben Goïtas Ausbildung zum Offizier einer Spezialeinheit und "sein Instinkt geholfen, den Angreifer daran zu hindern, sein Ziel zu erreichen".

In einer Erklärung der malischen Regierung hieß es nun, der mutmaßliche Attentäter sei gestorben, nachdem er in ein Krankenhaus gebracht worden war, als sich sein "Gesundheitszustand verschlechterte". Die genaue Todesursache werde nun ermittelt. Über die Identität oder das Motiv des Angreifers ist bislang nichts bekannt.

Zunächst hatten Medien davon berichtet, dass zwei Personen an dem versuchten Attentat beteiligt gewesen sein sollen, doch wurde schließlich nur eine Person festgenommen. Auch seitens der Behörden wurde nicht angegeben, dass noch eine weitere Person im Zusammenhang mit dem Angriff gesucht wird.

Die Sicherheitsdienste bezeichneten den Angriff als "eine isolierte Aktion" und scheinen einen möglichen Zusammenhang mit dem seit einem Jahrzehnt andauernden Aufstand im Land und der umliegenden Sahelzone auszuschließen.

Mali steht seit Mai 2021 unter der Kontrolle von Oberst Goïta, nachdem dieser durch einen Putsch die Macht übernommen hatte. Die Regierung des Landes hat versucht, mit Unterstützung Frankreichs die Stabilität in der Region wiederherzustellen.

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