Wirtschaft

Börse: Amazon und Microsoft mehr wert als alle deutschen Unternehmen zusammen

Der aktuelle Börsenwert der US-Unternehmen Amazon und Microsoft beläuft sich auf insgesamt 2,047 Billionen US-Dollar. Damit sind allein diese beiden Unternehmen an der Börse mehr wert als alle börsennotierten deutschen Unternehmen zusammen.
Börse: Amazon und Microsoft mehr wert als alle deutschen Unternehmen zusammenQuelle: Reuters © Collage RT Deutsch

Laut einem Bericht des Handelsblattes sind die US-Unternehmen Amazon und Microsoft an der Börse höher bewertet als alle 763 deutschen börsennotierten Unternehmen zusammen. Die Wirtschaftszeitung errechnete für die beiden US-Unternehmen einen Wert von 2,047 Billionen US-Dollar. Bei den börsennotierten deutschen Unternehmen kommt das Handelsblatt auf knapp 2,027 Billionen US-Dollar.

Die Aktien von Amazon und Microsoft sind zur Zeit auf einem Hoch. Das überrascht wenig, wenn man zugrunde legt, dass Microsoft seinen Nettogewinn innerhalb der letzten fünf Jahre von 13 auf 39 Milliarden US-Dollar steigerte. Auch Amazon lieferte im vergangenen Jahr einen Jahresnettogewinn von 10,1 Milliarden US-Dollar, nachdem es im Vorjahr noch Verluste eingefahren hatte.

Entsprechend stieg der Wert für die Microsoft-Aktie in den letzten zwölf Monaten um 16 Prozent. Das Softwareunternehmen kommt in seiner Nettoumsatzrendite auf hochprofitable 31 Prozent. Mit dem Führungswechsel im Jahr 2014 von Steve Ballmer auf Satya Nadella konzentrierte sich das Unternehmen verstärkt auf cloud-basierte Dienste und wurde somit unabhängiger zum einstigen Zugpferd, dem Windows-Betriebssystem.

Ein anderes US-Unternehmen wurde an der Börse böse abgestraft. Hohe Kosten für Produktion und Auslieferung des Hoffnungsträgers Model 3 haben den US-Elektroautobauer Tesla im zweiten Quartal überraschend tief in die roten Zahlen gebracht. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum wurde der auf die Aktionäre entfallende Verlust zwar von 717,5 Millionen auf 408,3 Millionen Dollar (366,5 Mio Euro) verringert, wie die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte.

Doch damit wurden die Erwartungen der Wall-Street-Analysten trotzdem weit verfehlt. Bei Anlegern kam der Geschäftsbericht überhaupt nicht gut an: Die Aktie stürzte nachbörslich um mehr als zehn Prozent ab. Seit Jahresbeginn ist der Kurs bereits um über 20 Prozent gefallen, obwohl es zuletzt eigentlich eine Weile wieder ziemlich steil bergauf gegangen war.

Tesla hatte die Börse zwar auf rote Zahlen eingestellt, doch mit so viel Verlust wurde nicht gerechnet. Auch der Umsatz konnte die Prognosen der Analysten nicht erfüllen – trotz eines starken Anstiegs um fast 60 Prozent im Jahresvergleich auf 6,4 Milliarden Dollar. Das Unternehmen kurbelt sein Geschäft mit dem ersten günstigeren E-Auto Model 3 seit einiger Zeit massiv an, was jedoch viel Geld kostet.

Das Auslieferungsziel von 360.000 bis 400.000 Fahrzeugen im Gesamtjahr 2019 bestätigte Tesla, obwohl dies trotz eines Rekordwerts im zweiten Quartal sehr ambitioniert erscheint. "Wir arbeiten daran, unsere Auslieferungen zu erhöhen", schrieb Firmenchef Elon Musk in einem Brief an die Aktionäre. In den ersten sechs Monaten hat Tesla lediglich knapp 160.000 Fahrzeuge an die Kundschaft gebracht, vor allem zu Jahresbeginn gab es große logistische Schwierigkeiten.

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