Wirtschaft

Sanktionen zum Trotz: Russlands Handelsumsatz mit EU wächst um fast 22 Prozent

Das Handelsvolumen zwischen Russland und der Europäischen Union wächst seit Anfang 2017 stetig - trotz der vor fast fünf Jahren eingeführten gegenseitigen Sanktionen. Das verkündete der russische EU-Botschafter Wladimir Tschishow zum Abschluss des Jahres 2018.
Sanktionen zum Trotz: Russlands Handelsumsatz mit EU wächst um fast 22 ProzentQuelle: AFP

"Seit Anfang 2017 zeigte der gegenseitige Handel zwischen Russland und den Ländern der Europäischen Union eine Tendenz zu dynamischem Wachstum, das sich in diesem Jahr konsolidierte", sagte der russsische Gesandte der Zeitung Iswestija.

Er zitierte, dass der Handelsumsatz zwischen Russland und der EU in den ersten drei Quartalen 2018 um 21,5 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres gestiegen sei.

Die russischen Exporte in Richtung EU-Länder stiegen um fast 30 Prozent, während Importe um 7,4 Prozent zulegten.

Nach Angaben des Diplomaten hat das Handelsvolumen die Zahlen von 2014 überschritten, als die EU und USA wegen der Ukraine-Krise antirussische Sanktionen einführten.

"Das aktuelle Wachstum zeigt in der Tat vor allem eine Erholung. Unterdessen hat der russische Handel mit einer Reihe von EU-Mitgliedstaaten, wie Portugal, Belgien, Irland, Zypern, Dänemark, Rumänien, die Zahlen von 2012 bereits überschritten", sagte Tschishow.

Der Diplomat stellte fest, dass die steigenden Preise für Energieträger, die die Grundlage für die russischen Exporte in die EU bilden, sowie Währungskursschwankungen zu den Faktoren der positiven Dynamik gehören.

"Die wichtigste Voraussetzung ist jedoch meiner Meinung nach eine Rückkehr des natürlichen Handels zwischen der EU und Russland auf ein Niveau, das dem Grad der wechselseitigen Durchdringung unserer Volkswirtschaften entspricht, in Übereinstimmung mit der normalen Handelslogik", fasste Tschishow zusammen.

Russland ist der drittgrößte Exporteur in die EU und der fünftgrößte Importeur aus der Union.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.