Wirtschaft

Ab 1. Mai: China wird Einfuhrzölle für afrikanische Länder abschaffen

Peking wird die Einfuhrzölle auf Waren aus 53 afrikanischen Ländern abschaffen. Dies hat der chinesische Präsident in einer weitreichenden Handelsinitiative angekündigt, die am 1. Mai in Kraft treten soll.
Ab 1. Mai: China wird Einfuhrzölle für afrikanische Länder abschaffen© Urheberrechtlich geschützt

China will Nullzölle für seine afrikanischen Partner einführen. Dies hat der chinesische Staatschef Xi Jinping in einer Botschaft an die afrikanischen Staatschefs bekanntgegeben, die an einem Gipfeltreffen der Afrikanischen Union in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba teilnahmen.

Xi erklärte, die Nullzölle würden für fast alle Waren gelten, die aus den entsprechenden Ländern importiert werden. Damit wird das bisher nur für die am wenigsten entwickelten Länder geltende chinesische Zollbefreiungssystem ausgeweitet.

Eswatini ist das einzige afrikanische Land, das davon ausgeschlossen ist, da es diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhält, das China als Teil seines Hoheitsgebiets betrachtet.

Die Politik werde "neue Möglichkeiten für die Entwicklung Afrikas schaffen" und die "für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit" vertiefen, betonte Xi und fügte hinzu, dass China auch einen "grünen Kanal" aufwerten werde, um den Zugang für afrikanische Exporte zu erleichtern.

China ist seit fast zwei Jahrzehnten Afrikas größter Handelspartner. Nach Angaben der chinesischen Zollbehörden belief sich das bilaterale Handelsvolumen im Jahr 2025 auf mehr als 348 Milliarden US-Dollar. Die afrikanischen Exporte bestehen größtenteils aus Öl, Mineralien und Agrarprodukten, während die chinesischen Exporte auf den Kontinent vor allem aus Industriegütern bestehen.

Dieser Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem afrikanische Länder mit einer sich wandelnden globalen Handelsdynamik konfrontiert sind. Die USA haben kürzlich ihr Flaggschiff-Gesetz "African Growth and Opportunity Act" (AGOA) verlängert, das zollfreien Zugang für bestimmte afrikanische Exporte gewährt. Die Handelsspannungen halten jedoch weiter an.

Washington hat im Rahmen umfassenderer Handelsmaßnahmen auch Zölle auf bestimmte Importe verhängt, was bei einigen afrikanischen Regierungen Besorgnis über den künftigen Zugang zum US-Markt ausgelöst hat. Südafrika, einer der größten Nutznießer des AGOA, sah sich Zollbelastungen und Streitigkeiten mit den USA über den Marktzugang ausgesetzt und hat versucht, seine Handelsbeziehungen zu China und anderen asiatischen Volkswirtschaften zu stärken.

China hat sein wirtschaftliches Engagement in ganz Afrika zunehmend ausgeweitet und finanziert Infrastrukturprojekte im Rahmen seiner Belt-and-Road-Initiative und anderer Projekte.

Afrikanische Politiker haben die jüngste Maßnahme begrüßt. Der ugandische Staatsminister für auswärtige Angelegenheiten, Henry Okello Oryem, sagte, dass die Bemühungen von Xi den Handel zwischen Afrika und China ankurbeln werden.

Jito Kayomba, Sonderberater des sambischen Präsidenten für Finanzen und Investitionen, erklärte, dass die chinesische Maßnahme "die tiefe Freundschaft zwischen Afrika und China" demonstriere.

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