
Türkei: Inflation steigt auf 20-Jahres-Hoch

Die jährliche Inflationsrate in der Türkei ist im Februar um 54,44 Prozent gestiegen – so stark wie seit 2002 nicht mehr, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf das türkische Statistikamt am Donnerstag mitteilte.
Den Daten zufolge stiegen die Verbraucherpreise des Landes im Februar im Vergleich zum Vormonat um 4,81 Prozent. Gleichzeitig stieg der Erzeugerpreisindex im Monatsvergleich um 7,22 Prozent, während der jährliche Anstieg 105,01 Prozent betrug.

Den höchsten jährlichen Preisanstieg verzeichnete im Februar der Bereich Verkehr mit 75,75 Prozent, gefolgt von Einrichtungsgegenständen und Haushaltsgeräten mit 64,83 Prozent und Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken mit 64,47 Prozent. Die jährliche Inflationsrate des Landes lag im Januar bei 48,69 Prozent. Die Türkei hat mit einer hohen Inflation zu kämpfen. Die steigenden Lebenshaltungskosten setzen die Bevölkerung unter Druck. Ökonomen zufolge muss das Land wahrscheinlich auch im Jahr 2022 mit einer hohen Inflation rechnen.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte im Dezember letzten Jahres die Erhöhung des Mindestlohns um 50 Prozent angekündigt, um den Anstieg der Lebenshaltungskosten angesichts der hohen Inflation und des Währungseinbruchs auszugleichen.
Im Februar senkte die türkische Regierung die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel von acht Prozent auf ein Prozent. Die türkische Zentralbank hat den Leitzins seit Januar unverändert gelassen und damit einen Lockerungszyklus gestoppt, der in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 einen Währungseinbruch ausgelöst hat.
Die türkische Währung Lira verlor seit 2021 rund 60 Prozent ihres Wertes. Erdoğan ist ein Befürworter niedriger Zinssätze. Trotz der steigenden Inflation entlasten die niedrigen Zinssätze ihm zufolge Investoren.
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Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.