Wirtschaft

Superreiche fordern erneut: "Besteuert uns!"

In einem Aufruf an die Regierungen der Welt fordern Superreiche erneut eine härtere Besteuerung ihrer Vermögenswerte. Die Initiative erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Mächtigsten der Welt beim virtuellen Weltwirtschaftsforum in Davos zusammenkommen.
Superreiche fordern erneut: "Besteuert uns!"Quelle: Legion-media.ru © UPI/Alamy Live News

Mehrere Millionäre und Milliardäre aus aller Welt veröffentlichten am Mittwoch einen gemeinsam verfassten Brief, in dem sie das derzeitige Steuersystem als ungerecht bezeichnen und die Regierungen zu einer härteren Besteuerung von Superreichen auffordern. Hierdurch will man hart arbeitende Menschen entlasten.

Die superreichen Unterzeichner des Briefes, darunter die Disney-Erbin und Philanthropin Abigail Disney, beschreiben darin, dass die Welt in zwei Jahren Pandemie "unermessliches Leid" erlitten habe, während ihr eigener Reichtum gestiegen sei. Dennoch würden "nur wenige von ihnen ihren gerechten Anteil an Steuern" zahlen.

In dem Schreiben heißt es weiter, dass eine "vollständige Überarbeitung des Systems notwendig" sei, da es bisher "absichtlich so gestaltet wurde, dass es die Reichen reicher macht". Veröffentlicht wurde der Brief während die mächtigsten Menschen der Welt zum virtuellen Davos-Weltwirtschaftsforum zusammenkommen. Die Autoren heben hervor:

"Um das Vertrauen wiederherzustellen, müssen die Reichen besteuert werden. Besteuert uns, die Reichen, und zwar jetzt!"

Einige der Unterzeichner gehören der Bewegung Millionaires for Humanity an, die sich für höhere Steuern für Multimillionäre einsetzt, um die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu bekämpfen und weltweite Ungleichheiten zu verringern.

Die Initiative erfolgte nach der Bekanntgabe eines alarmierenden Berichtes von Oxfam, der diese Woche im Vorfeld des Davoser Forums veröffentlicht worden war. Die Wohltätigkeitsorganisation zur Bekämpfung von Armut stellt darin fest, dass die zehn reichsten Menschen der Welt ihr Vermögen in den zwei Jahren der Coronavirus-Krise verdoppelt hätten, während die ärmsten 99 Prozent der Bevölkerung Einkommenseinbußen hinnehmen mussten.

Im vergangenen Oktober forderte eine Gruppe britischer Millionäre in einer Petition die Regierung in London auf, eine Vermögenssteuer einzuführen, um die wirtschaftliche Erholung von der Pandemie zu finanzieren. Ein ähnliches Schreiben wurde im Jahr 2019 in den USA veröffentlicht, in dem die Kandidaten der bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen aufgefordert wurden, eine Vermögenssteuer für Superreiche einzuführen. Zu den Unterzeichnern gehörten der Investor George Soros, Facebook-Mitbegründer Chris Hughes und Abigail Disney.

Schätzungen gehen davon aus, dass die reichsten zehn Prozent der Familien in den USA im Jahr 2021 etwa 70 Prozent des Vermögens des Landes besaßen.

Mehr zum Thema - Oxfam-Studie: Superreiche müssten für Klimaziele CO2-Ausstoß um 97 Prozent reduzieren

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