Wirtschaft

Trotz Abkehr vom US-Dollar: Greenback nimmt noch immer Großteil an globalen Währungsreserven ein

Auch wenn der US-Dollar den größten Anteil an den weltweiten Währungsreserven einnimmt, verzeichnen Analysten einen klaren Abkehrtrend von der US-Währung. Im ersten Quartal des Jahres registrieren die Experten dennoch ein prozentuales Wachstum.
Trotz Abkehr vom US-Dollar: Greenback nimmt noch immer Großteil an globalen Währungsreserven einQuelle: Reuters © Carlos Garcia Rawlins

Der Anteil des US-Dollar an den Währungsreserven der Zentralbanken weltweit belief sich im ersten Quartal des Jahres auf 59,5 Prozent gegenüber 58,9 Prozent im letzten Vorjahresquartal. Dies geht aus den Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) hervor. Die US-Währung blieb somit die beliebteste Reservewährung bei den Zentralbanken weltweit. Im ersten Quartal legte der U.S. Dollar Index um 3,6 Prozent zu. Shaun Osborne, Chef-FX-Stratege der Scotiabank in Toronto, stellte laut Reuters fest:

"Angesichts der breiteren Gewinne des US-Dollars im ersten Quartal könnte der Anstieg der US-Dollar-Bestände eher scheinbar als real sein."

Die historisch höchste Verteilung des US-Dollars verzeichnete der IWF im zweiten Quartal 2001, als sein Anteil an den globalen Reserven 72,7 Prozent ausmachte. Osborne hob hervor:

"Breitere Trends unterstreichen die allmähliche Verlagerung weg vom US-Dollar bei den Reserven."

Er betonte, dass sich die Währungsdiversifizierung zwar langsam entwickelt habe, der Trend einer Abkehr vom Greenback sei jedoch anhaltend.

Die globalen in US-Dollar gehaltenen Währungsreserven gingen in den ersten drei Monaten des Jahres auf 6,991 Billionen US-Dollar zurück, gegenüber 6,996 Billionen US-Dollar im vierten Quartal 2020.

Unterdessen fielen die in Euro gehaltenen Reserven auf Quartalsbasis um 4,4 Prozent auf 2,415 Billionen US-Dollar. Der Anteil des Euro sank im ersten Quartal auf 20,6 Prozent gegenüber 21,3 Prozent im Vorquartal. Der Euro-Anteil im vierten Quartal des vergangenen Jahres war Berichten zufolge der höchste seit dem Jahr 2014. Im Jahr 2009 erreichte der Euro mit 28 Prozent seinen historisch höchsten Anteil an den globalen Devisenreserven.

Der Anteil des chinesischen Yuan an den globalen Währungsreserven stieg von 2,2 Prozent im letzten Quartal 2020 auf 2,4 Prozent im ersten Quartal dieses Jahres. Somit stieg das weltweite Gesamtkontingent der chinesischen Währung in fünf aufeinanderfolgenden Quartalen, wobei die Yuan-Reserven um sieben Prozent auf einen Wert von 287 Milliarden US-Dollar zunahmen.

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